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Im Test: Neue Wakeboard-Anlage am Kleinen Brombachsee (mit Video)

Lange schon war sie im Gespräch, im Frühjahr 2016 wurde sie endlich Wirklichkeit: Im Kleinen Brombachsee an der Badehalbinsel Absberg gibt es jetzt eine Wakeboard-Anlage! Geeignet ist sie für jedes Erfahrungslevel: Geübte Wassersportler kommen beim Sprung über die Kicker voll auf ihre Kosten und Anfänger werden feststellen, dass das Wasser im Brombachsee gar nicht so schlecht schmeckt.

Eingepresst in einen Neoprenanzug, mit Action-Cam vor der Brust und mit Blick auf die Wakeboard-Anlage beschleicht mich zum ersten Mal das Gefühl, dass das mit dem Seenland-Blog vielleicht doch keine so gute Idee war. Zumindest hätte ich nicht so vorlaut darauf bestehen sollen, alle Freizeitmöglichkeiten, die das Fränkische Seenland bietet, selber auszuprobieren. Ein bisschen flau wird mir nämlich schon im Magen, als ich sehe, wie der Lift zwischen den Masten hin und her saust. Als blutige Anfängerin ohne jegliche Vorkenntnisse (weder Snowboard noch Skateboard) – das kann ja heiter werden.

Wakeboard Fränkisches Seenland

Wakeboard Badehalbinsel Absberg

Pläne für eine Wakeboard-Anlage am Kleinen Brombachsee gab es schon seit einigen Jahren. Die jetzige, 160 Meter lange Zweimast-Anlage ist eigentlich auch nur die Vorstufe für das, was da bald noch kommen soll: Nämlich eine große Rundum-Anlage, die die komplette Bucht ausfüllen soll.

Jonas ist einer der beiden Jungs, die die Zeltwiese in Absberg betreiben und sich die Wakeboard-Anlage in den Kopf gesetzt haben. „Viele, die in den Pfingstferien als absolute Anfänger hier her gekommen sind, haben es am Ende eigentlich echt gut hinbekommen“, beruhigt er mich. „Und ich hab noch niemanden gesehen, der es auf Anhieb gekonnt hat!“

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Er erklärt mir, worauf ich achten muss. Gestartet wird direkt aus dem Wasser, der „Kaltstart“ von der Rampe aus ist eher für die Fortgeschrittenen. Man liegt auf dem Rücken im Wasser, beide Beine sind fest auf das Wakeboard geschnallt und angewinkelt. Man greift den Schlepper mit beiden Händen, Arme ausgestreckt, und sobald sich das Zugseil strafft, geht es los. Langsam aufrichten, ein Bein nach vorne, Gewicht auf’s hintere Bein.

So viel zur Theorie. In der Praxis schaffe ich es keine zwei Meter weit, bis ich mit einem lauten Bauchplatscher im Wasser lande. Und auch beim zweiten, dritten, vierten, fünften und sechsten Mal will es einfach nicht klappen. Mittlerweile habe ich gefühlt den halben Brombachsee leergetrunken. Naja, wenigstens weiß ich jetzt, dass die Wasserqualität echt gut ist.

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Wakeboard BAdehalbinsel Absberg

Nachdem mich das Cable einmal komplett über den See und zurück geschleift hat, verlassen mich Motivation und Kraft. Und dann, als ich eigentlich schon fast aufgegeben habe, klappt’s auf einmal! Zwar nur für etwa zehn Meter – aber darauf lässt sich aufbauen (man sieht es am Ende des Videos).

Ich kann es zwar in dem Moment nur erahnen, aber ich glaube, wenn man den Dreh mal raus hat, macht es richtig Spaß. Wenn ich den Sommer über fleißig übe, kann ich es vielleicht bald so gut wie Alex aus Hamburg, der sich freundlicherweise für den zweiten Teil des Videos die Action-Cam umgeschnallt hat – sonst wäre es ein reiner Unterwasser-Film geworden.


info

Die Wakeboard-Anlage findet man am Kleinen Brombachsee auf der Badehalbinsel Absberg. Für absolute Anfänger gibt es einen speziellen Kurs (1,5 Stunden / 35 Euro). Öffnungszeiten und Preise unter www.zeltwiese-absberg.de 


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