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Der Seenländer – Etappe 1: Von Petersgmünd nach Eckersmühlen (fast.)

146 Kilometer, elf Etappen, fünf Seen und die ganze Vielfalt des Fränkischen Seenlandes: Das ist der Seenländer, der „hauseigene“ Rundwanderweg durch’s Fränkische Seenland! Ich werde in den kommenden Monaten alle Etappen für euch abwandern. Etappe 1 führte mich auf 15 Kilometern von Petersgmünd nach Eckersmühlen. Naja, fast.

unbenanntDas Wetter machte mir einen Strich durch die Rechnung. Getreu dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ hatten meine Mitwanderer und ich uns zwar mit regenfesten Schuhen und Jacken ausgestattet, aber irgendwann kriecht die Nässe und Kälte trotzdem unter die wärmende Kleidung. Daher haben wir die Wanderung nach gut acht Kilometern in Wallesau abgebrochen – doch den Rest der Etappe will ich unbedingt nachholen.

Am eigentlichen Ende der Wanderung in Eckersmühlen erreicht man nämlich den historischen Eisenhammer; ein lebendiges Museum, das dem Besucher die Kunst des Hammerschmiedens und den Umgang mit glühendem Eisen eindrucksvoll vor Augen führen soll. Dieses Stück Industriegeschichte will ich mir nicht entgehen lassen!

Von Petersgmünd nach Wernsbach

Aber fangen wir doch am Anfang an. Los geht die Etappe 1 am Wanderparkplatz Petersgmünd. Obacht: Von dort geht auch die Etappe 11 des Seenländers Richtung Spalt – hier darf man nicht die falsche Richtung einschlagen! Die Etappe 1 führt in nordöstlicher Richtung aus dem Ort heraus. Am besten prägt man sich die Route der Etappe gut ein oder lädt sich die GPS-Daten herunter. Wer mit den öffenlichen Verkehrsmitteln anreisen will, kann mit dem Zug bis nach Georgensgmünd fahren und von dort nach Petersgmünd laufen. Der zusätzliche Weg ist mit einem knappen Kilometer durchaus zu bewältigen!

Wenn man die richtige Richtung eingeschlagen hat, ist der Seenländer hervorragend ausgeschildert. Die kleinen Schilder und Aufkleber navigieren zielsicher durch die Straßen. Schon nach wenigen Minuten lässt man Petersgmünd hinter sich und wandert auf Wald-und Feldwegen Richtung Wernsbach.

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Ey Frauchen, wo bleibst du?

Highlight: Die historischen Steinbrüche von Wernsbach

Nach Wernsbach sind es etwa vier Kilometer. Wer will, kann dann im Landgasthof Wernsbach schon die erste Pause einlegen; für alle anderen geht es vorbei an einem schnuckeligen Skulpturen-Weiher in Richtung Wallesau. Auf diesem, etwa fünf Kilometer langen Streckenabschnitt passiert man ein absolutes Highlight der Etappe: Die Wernsbacher Steinbrüche. Die Auszeichnung als eines der schönsten Geotope in Bayern tragen diese Felsformationen absolut zu Recht. Selbst das trübe Regengrau konnte der Faszination des Ortes nichts anhaben.

Auf dem Gelände gibt es verwitterte Felsabbrüche des roten Sandsteins, meterhohe Steilwände, Steinbögen, Stollen und Höhlen. Schon vor über 600 Jahren wurde hier damit begonnen, den roten Sandstein abzubauen. Um das 19. Jahrhundert herum, im Zuge der Industrialisierung, hat man fast eine ganze Bergkuppe Gestein abgetragen. Die charakteristischen rötlichen Steinquader findet man heute noch an vielen Häusern in der Region.

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Ab dem alten Steinbruch geht es in Richtung Wallesau durch ein herrliches Waldgebiet mit weichen, sandigen Böden, duftenden Kiefern und allerlei Pilzen, die aus dem Boden sprießen. Zwar prasselte uns der Regen dauerhaft auf die Köpfe, aber dennoch haben wir diesen Teil der Etappe sehr genossen!

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Angekommen in Wallesau – nach insgesamt gut acht Kilometern – haben wir angesichts der ungemütlichen Wetterlage beschlossen, die Etappe frühzeitig abzubrechen. In weiser Voraussicht hatten wir bereits ein Auto in Wallesau stationiert, um zum Ausgangspunkt zurückzukommen. Alternativ kann man sich auch ein Taxi rufen; für die kurze Strecke dürfte man dabei kaum mehr als 15 Euro bezahlen (mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist eine Rückfahrt leider nicht möglich).

Und wie gesagt: Das restliche Stück der Etappe von Wallesau bis zum Historischen Eisenhammer in Eckersmühlen wird auf jeden Fall zeitnah nachgeholt!


infoWeiterführende Links und Informationen

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