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Der Seenländer, Etappe 3: Von der Fuchsmühle nach Altenheideck

Die dritte Etappe des Seenländers ist zwar mit gut zehn Kilometern nicht besonders lang, man muss jedoch ein paar knackige Anstiege bewältigen. Dennoch eignet sich die kurze Etappe perfekt für eine Feierabend-Wanderung oder – wie in meinem Fall – einen Sonntagmorgen. Zumal der Abschnitt von der Fuchsmühle nach Altenheideck vor allem durch einsame Waldwanderwege besticht, auf denen man lange Zeit keiner Menschenseele begegnet und wo man wunderbar abschalten kann.

Los geht’s an der Fuchsmühle bei Hilpoltstein mit dem wohl schönsten Biergarten der Region. Idealerweise lässt man ein Auto dort stehen und bringt das andere zum Zielort; so kommt man am komfortabelsten wieder zum Ausgangspunkt und kann dann gleich auf ein Mittagessen, ein Stück Kuchen oder eine Brotzeit in der Fuchsmühle einkehren.

Eine Extraportion Ruhe, Wald und Natur

Die dritte Etappe des Seenländers führt uns direkt hinter der Fuchsmühle an einem Wildgehege vorbei und entlang idyllischer kleiner Weiher mit Seerosen und blühender Ufervegetation. Kurz darauf findet man sich im Wald wieder, wo man auch für die nächsten paar Kilometer (und eigentlich auch den überwiegenden Rest der Etappe) bleibt. Der Weg eignet sich daher auch für heiße Sommertage recht gut.

Nach etwa vier Kilometern erreicht man auf das Dörfchen Laffenau, das mit dem Gasthaus Rathmann auch eine Einkehrmöglichkeit bietet. Spezialitäten sind Karpfen aus eigenen Weihern und Wild aus heimischer Jagd, sowie typisch fränkische Gerichte aus eigener Schlachtung (das Schäufele wird im Herbst definitiv mal dem Test unterzogen!).

Über Stock und Stein

Nach Laffenau verschwindet der Seenländer wieder im Wald, und hier wird es jetzt bis Altenheideck auf lange Strecken recht einsam. Kaum eine andere Menschenseele ist mir hier begegnet, dafür hat man den Naturgenuss ganz für sich allein. Ein paar steile Stückchen und schmale, unwegsame Pfade muss man hier bewältigen, doch das macht das Naturerlebnis nur umso intensiver.

Etappenziel mit Weitblick

Am Ende der Etappe schließlich erreicht man kurz nach Altenheideck noch einen kleinen Höhepunkt, im wahrsten Sinne des Wortes: Auf einem Felsen am Berg befindet sich eine Aussichtsplattform mit herrlicher Weitsicht genau an der Stelle, an der einst die Burg der Herren von Heideck stand. Doch sie wurde schon um 1260 abgerissen und als Steinbruch benutzt. Erhalten ist heute nur ein Mauerfragment und ein Teil des bearbeiteten Felsens.

Die Burg ist weg, aber der weite Blick über das Heidecker Land ist geblieben – und bei gutem Wetter sieht man von hier aus sogar bis nach Nürnberg.


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