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Weg mit den Barrieren! 2018 lautet das Motto „Urlaub für alle“

Das Fränkische Seenland setzt heuer ein starkes Zeichen und macht Barrierefreiheit zum Jahresthema 2018. Treppenstufen, unebene Wege, schmale Durchgänge und andere Hindernisse lassen Reisen für viele Menschen zur Stress-Situation werden. Dabei soll Urlaub doch für alle sein: Egal ob sehbehindert, gehörlos oder in der Mobilität eingeschränkt. Egal ob Mütter mit Kinderwagen, Senioren mit Gehhilfen, oder Rollstuhlfahrer. Also, weg mit den Barrieren!

Nicht erst 2018 ist Barrierefreiheit ein Thema im Fränkischen Seenland. Schon viele Jahre arbeiten die Verantwortlichen und Anbieter daran, das Angebot für Menschen mit Behinderung anzupassen und Hürden Stück für Stück abzubauen. Seit 2015 ist das Seenland eine von zehn Bayerischen Pilotregionen für das Projekt „Reisen für alle“, das ein bundesweites Kennzeichnungssystem für mobilitätseingeschränkte Urlauber entwickelt hat. Gastgewerbliche Betriebe, Touristinformationen, Reisebüros, Reiseveranstalter, Verkehrsträger, Freizeitanbieter, Taxiunternehmen, Ärzte und öffentliche Infrastruktur: Sie alle können nach dem einheitlichen System mit dem Zertikat „Barrierefreiheit geprüft“ ausgezeichnet werden.

Das Fränkische Seenland ist außerdem Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreie Reiseziele“ in Deutschland. Insgesamt haben sich der AG neun Regionen quer durch die Republik angeschlossen, von der Eifel bis zur Sächsischen Schweiz. Erklärtes Ziel ist es, den barrierefreien Tourismus stetig weiterzuentwickeln und umfassende Informationen für Urlauber mit Einschränkungen zur Verfügung zu stellen.

Asphaltierte Wege, geringe Steigungen und Rollstuhlrampen

Ein barrierefreier Urlaub fängt schon bei so scheinbar banalen Dingen wie den Uferwegen rund um die Seen an. Hier wird nach und nach Schotter durch Asphalt ersetzt, der 12 Kilometer lange Rundweg um den Altmühlsee etwa ist bereits vollständig asphaltiert. Aufgrund geringer Steigungen sind die Uferwege nicht nur mit Rollstühlen, sondern auch mit Kinderwägen, Rollatoren und Handbikes gut befahrbar.

Die Ausflugsschiffe auf Brombachsee und Altmühlsee ermöglichen beide den Zustieg über eine Rampe. Auf der MS Brombachsee gelangen Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwägen auf alle drei Decks mithilfe eines Aufzugs. Die neu gestaltete Anlegestelle in Enderndorf verfügt über eine flache Rollstuhlrampe.

Museen, Baden, Angeln: Freizeitspaß für alle

Auch viele Museen im Fränkischen Seenland sind für mobilitätseingeschränkte Besucher geeignet. Das HopfenBierGut in Spalt zum Beispiel ist barrierefrei zertifiziert: Die Räume sind großzügig gestaltet, die Zugänge sind ebenerdig und die Türen öffnen automatisch. Das Altmühlsee-Infozentrum mit LBV-Umweltstation in Muhr am See ist offiziell barrierefrei geprüft, und die LBV-Station am Rothsee (Seezentrum Heuberg) ist sowohl im Gebäude als auch auf den Außenanlagen ebenfalls so gestaltet, dass Menschen mit Handicap sich dort ohne Probleme bewegen können.

HopfenBierGut in Spalt

Barrierefreie Angelplattformen befinden sich am Hahnenkammsee nahe dem Damm und am Igelsbachsee unterhalb von Absberg-Griesbuck. Und sogar auf Badespaß müssen Menschen mit Gehbehinderung nicht verzichten: In Langlau am Kleinen Brombachsee und im Seezentrum Grashof am Rothsee gelangen Rollstuhlfahrer über eine flache Rampe ins Wasser. An zahlreichen Badestränden am Brombachsee, Altmühlsee und Rothsee können sie außerdem die speziellen Strandrollstühle Tiralo ausleihen. Verleihstationen finden sich in der Broschüre „Barrierefrei 2018“ und auf der Internetseite Seenland-Barrierefrei.de (siehe Infokasten).

Alle Informationen zur Barrierefreiheit auf einen Blick

Wo gibt es Taxi-Unternehmen und öffentliche Verkehrsmittel, die Rollstühle transportieren können? Welche Hallenbäder verfügen über behindertengerechte Einrichtung? Welche Museen bieten Informationen für Sehbehinderte oder Gehörlose? Wo bekommen Urlauber den Euroschlüssel, um in die Behindertentoiletten zu gelangen? Alle Informationen zu den barrierefreien Angeboten zu bündeln, ist wohl eine der wichtigsten Aufgaben für den Tourismus.


Das Fränkische Seenland hat die recht umfassende Broschüre „Barrierefrei 2018“ rausgebracht. Vom Campingplatz über die Ferienwohnung bis hin zum Vier-Sterne-Hotel: In dem Heft sind 27 Unterkünfte aufgelistet, die hinsichtlich ihrer Eignung für Rollstuhlfahrer und mobilitätseingeschränkte Personen unter die Lupe genommen wurden. Neben den Übernachtungsbetrieben finden sich auch zahlreiche Freizeit-Tipps für einen uneingeschränkten Urlaubsspaß im Fränkischen Seenland. Zudem gibt es auch eine eigene Internetseite (www.seenland-barrierefrei.de), auf der sämtliche Informationen stets aktuell zu finden sind.


 

 

 

www.fraenkisches-seenland.de/prospektbestellung

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