Gerade im Winter merken wir immer wieder: Ein bisschen frische Luft wirkt manchmal besser als jedes Indoor-Programm. Dick eingepackt und einfach raus. Genau so haben wir es diesmal gemacht und sind zum den Familien-Erlebnispfad am Schlossberg bei Heideck gefahren. Strahlender Sonnenschein und klirrend trockene Kälte waren das perfekte Winterwetter dafür.

Der Erlebnispfad wurde im Sommer 2021 fertiggestellt und ist auch im Winter ein absolut empfehlenswertes Ausflugsziel, vor allem für Familien. Besonders begeistert hat uns, dass der Weg nicht allzu lang ist. Das ist gerade mit Kindern und im Winter ein echt gutes Argument. Zum anderen sind auf diesem Weg zwei Spielplätze. Also wirklich zwei. Das motiviert natürlich vor allem die Kids.
Vom kostenlosen Wanderparkplatz am Schlossberg geht es los, rein in den Wald. Schon nach wenigen Minuten wird klar: Hier dürfen Kinder entdecken, spielen und sich austoben. Durch das es ein Rundweg ist, könnt ihr in beide Richtungen starten. Wir haben uns für die linke Seite entschieden, da zu dem Zeitpunkt der Weg dort in der Sonne lag.
Niederseilgarten auf dem Familien-Erlebnispfad
Und so sind wir nach knapp zehn Minuten Fußweg direkt am ersten Spielplatz, dem Niedrigseilgarten, gelandet. Insgesamt 23 verschiedene Elemente warten hier darauf, ausprobiert zu werden: Seile, wackelnde Brücken, drehende Balken, Stelzen. Alles in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Der Parcours ist nur etwa 60 Zentimeter hoch, sodass auch kleinere Kinder ohne große Angst mitmachen können.
Da bei dem kalten Wetter wirklich nichts los war und wir den gesamten Niederseilgarten für uns alleine hatten, nutzten wir das richtig aus. Wir tobten zu viert über die Balken, Seile, Hängebrücken. Uns Erwachsenen wurde schnell warm und die Kinder waren kaum zu bremsen. Während wir Erwachsene manchmal ganz schön wackelten, haben die Mädels alles mit riesigem Spaß gemeistert. Natürlich sehr zu ihrer Freude.
Wir hätten hier problemlos noch viel mehr Zeit verbringen können. Auch der Ruhebereich ist richtig toll. gestaltet und bei ein paar Grad mehr hätten wir es und da auch noch richtig gemütlich gemacht. Doch aufgrund der echt frostigen Temperaturen wollten wir den Ruhebereich nicht wirklich austesten. Wellenliegen laden zum Durchschnaufen ein, ein Pavillon bietet Schutz und eine Holzplattform einen wirklich wunderschönen Ausblick, den wir für ein paar Minuten sehr genossen haben.

Nach dem Niedrigseilgarten folgen wir dem Rundweg weiter durch den Wald. Der Pfad ist knapp zwei Kilometer lang und führt über Schotter- und Waldwege. Gerade im Winter sollte man auf festes Schuhwerk achten, dann ist die Runde gut machbar.
Tolle Zwischenstationen
Unterwegs gibt es immer wieder kleine Spiel- und Entdeckungsstationen: Tiere, die sich am Wegesrand verstecken, Sitzgelegenheiten für eine kurze Rast, immer wieder schöne Naturblicke und eine Weitsprungstation mitten im Wald. Hier stehen am Rand, wie weit welches Tier springt. Dann nehmt ihr Anlauf, springt in den weichen Sand und vergleicht euch mit den Tieren. Echt spannend.
Danach sind es nicht mal mehr zehn Minuten bis zum großen Abenteuer-Ritterspielplatz. Das Thema „Wie lebten die Ritter?“ wird hier nicht trocken erklärt, sondern spielerisch erlebbar gemacht. Die zentrale Spielanlage ist einer kleinen Ritterburg nachempfunden – mit Tor, Zugbrücke und allem, was dazugehört.
Ritter-Abenteuer-Spielplatz
Auch hier haben wir Glück und den gesamten Spielplatz für uns alleine. Den vielen Bänken am Rand zu schließen, schaut das im Frühling/Sommer bestimmt anders aus. Wir konnten jedenfalls alles ausgiebig und in aller Ruhe testen. Tampen-Schaukel, Drehscheibe, Burgwall und liebevoll gestaltete Spielskulpturen von Tieren, die auch früher auf einer Ritterburg lebten. Besonders schön: die lange Rittertafel, eingerahmt von Sträuchern und Bäumen, die es schon im Mittelalter gegeben haben könnte.
Ein echtes Plus sind die Infotafeln zum Leben in der Ritterzeit. Sie wurden im Rahmen eines Unterrichtsprojekts von Schülerinnen und Schülern der Grundschule Heideck gestaltet – Wissen von Kindern für Kinder. Die Texte sind leicht verständlich, spannend geschrieben und machen Geschichte lebendig.
Nachdem es uns dann doch langsam etwas kühl wurde, haben wir das letzte Stück des Rundweges zurückgelegt. Auch hier wurde der Weg wieder kurzweilig gestaltet. Im Wald sind verschiedene Tiere versteckt, die es zu finden gilt.
Nach rund 30 Minuten haben wir es dann geschafft und sind wieder am Parkplatz. Etwas durchgefroren, mit kalten Fingerspitzen und roten Backen.
Fazit zum Familien-Erlebnispfad
Wir finden, der Familien-Erlebnispfad am Schlossberg in Heideck ist ein richtig schönes Winter-Ausflugsziel für Familien. Gerade in der kalten Jahreszeit punktet er mit Ruhe, Natur und viel Platz zum Bewegen. Es ist deutlich weniger los als im Sommer, die Wege sind überschaubar und die Mischung aus Aktivität und Spiel passt perfekt für einen kurzen Tapetenwechsel.
Zudem hat uns vor allem die liebevolle Gestaltung, die abwechslungsreichen Spielangebote und die schönen Aussichtspunkte gefallen. Man merkt, wie viel Arbeit und Herzblut hier hineingesteckt wurde. Ein rundum gelungenes Ziel für einen aktiven, aber entspannten Familiennachmittag im Fränkischen Seenland.
