Ein Oster-Festtagsmenü aus dem Food-Automaten

Ausbeute unserer Foodautomaten-Tour | Foto: Vera Held

Überall im Fränkischen Seenland stehen sie: Food-Automaten. Mit verschiedenstem kulinarischem Inhalt. Milch (sogar Goldene), Wurst, Fleisch, Käse und vieles mehr stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Aber: Ob man mithilfe der Automaten auch ein Drei-Gänge-Festtagsmenü zaubern kann? Wir haben uns auf Food-Automaten-Tour durch das Fränkische Seenland gemacht und das versucht.

Durch den Gunzenhäuser Burgstallwald mit „Klaus, die Fledermaus“

Walderlebnispfad "Klaus, die Fledermaus" | Foto: Vera Held

Eigentlich wollten wir nur ein bisschen durch den winterlichen Burgstallwald in Gunzenhausen spazieren. Vielleicht ein, zwei Stationen des Trimm-dich-Pfads mit den Kindern ausprobieren. Aber dann haben wir jemanden getroffen: Klaus, die Fledermaus. Und die hat uns mitgenommen auf einen wunderschönen Walderlebnispfad im Fränkischen Seenland, auf dem Bobbycars in Bäumen wachsen, „Sprücheklopfer“ Denkanstöße geben und Bäume Kopf stehen.

Lichtmess-Tag: Knechte, Mägde und das Ende ihres Dienstjahres

Detail einer Haube einer alten fränkischen Tracht | Foto: Vera Held

Als das Fränkische Seenland noch von Landwirtschaft geprägt war und Bauernhöfe das Dorfbild dominierten, markierte der 2. Februar ein ganz besonderes Datum: Es war für Mägde und Knechte der Stichtag für ihr Beschäftigungsverhältnis auf einem Bauernhof. Denn dann endete beziehungsweise begann ihre Dienstzeit. Eine Tradition aus einer scheinbar anderen Zeit, die in manchen Dörfern im Fränkischen Seenland nach wie vor gefeiert wird.

Herrliches Ski- und Langlaufvergnügen im Fränkischen Seenland

Das Fränkische Seenland ist jetzt nicht weithin als Wintersport-Destination bekannt. Aber wenn genug Schnee liegt, so wie es momentan eben der Fall ist, dann können Langläufer und sogar Alpinisten durchaus auf ihre Kosten kommen. Hier erfahrt ihr, wo gespurte Loipen und Skihänge mitsamt Lift zu finden sind. Also schnallt die Bretter an und los geht’s!

Weihnachtsgrüße von unseren Christkindern aus dem Fränkischen Seenland

Christkind Marleen aus Wassertrüdingen | Foto: Vera Held

Es wird Weihnachten im Fränkischen Seenland. In vielen Orten glitzert die Weihnachtsbeleuchtung und bringt so Weihnachtsstimmung in die Städte und Gemeinden – auch im Lockdown. Und auch die Befürchtung einiger Kinder, das Christkind könnte wegen der Corona-Pandemie nicht kommen, ist nicht nötig. Wir haben bei den Christkindern im Seenland nachgefragt. Und es sieht gut aus für die Kleinen.

Weihnachtswünsche ans Wassertrüdinger Christkind 

Das Wassertrüdinger Christkind hat so kurz vor Weihnachten jede Menge zu tun. Denn die Kinder haben viele Wünsche. Darum hat sich das Christkind auch zwei fleißige Weihnachtselfen zu Hilfe geholt. Marleen und Nina heißen die beiden. Und die haben eine sehr wichtige Aufgabe: alle Wunschzettel, die im Sack beim Touristikservice landen, beantworten. Und eigentlich noch viel wichtiger: Sie an das Christkind weitergeben.

Christkind Marleen aus Wassertrüdingen | Foto: Vera Held

Christkind Marleen aus Wassertrüdingen

Wunschzettel im Schaufenster des Touristikservice Wassertrüdingen | Foto: Vera Held

Wunschzettel im Schaufenster des Touristikservice Wassertrüdingen

Einige Wunschzettel und Basteleien hängen gut sichtbar im Schaufenster des Touristikservice und in der Litfaßsäule in der Wassertrüdinger Marktstraße. Ein Feuerwehrauto wird sich da gewünscht, ein Mädchen hätte gerne eine Puppe oder einfach Schokolade. Große und kleine Kinderwünsche sind dort notiert. Im Schaufenster gut sichtbar – auch für das Christkind. Denn ab und zu kommt es vorbei und schaut, was sich die Kinder wünschen. Wir wissen es ganz sicher, wir haben es nämlich getroffen. Und es hat uns eine kleine Botschaft hier gelassen. Seht selbst …

Das Weißenburger Christkind im Home Office

Auch das Weißenburger Christkind Hannah hat heuer alle Hände voll zu tun. Auftritte auf dem Weihnachtsmarkt, Geschichten-Vorlesen, Besuche in Altenheimen und Kindergärten fallen zwar aus – aber dafür ist die Flut an Wunschzetteln und Briefen größer als sonst. Fast jeden Tag holen die Helferlein des Christkinds einen Stapel Zuschriften aus dem Himmlischen Briefkasten, der auf dem Weißenburger Marktplatz aufgestellt ist.

Die Helferlein vom Christkind, das sind die Mitarbeiter der Weißenburger Tourist-Info. In der Vorweihnachtszeit ist sie aber weniger Tourist-Info als vielmehr Weihnachtsbüro. Hier wird der Terminplan des Christkinds organisiert, die Post sortiert und gemeinsam mit der „Chefin“ beantwortet. Ganz viele Kinder wünschen sich heuer, dass Corona endlich vorbei ist, erzählt mir das Christkind-Team. Und dass Mama, Papa, Oma und Opa gesund bleiben.

Damit die Kinder das Christkind trotzdem sehen können, hat das Weihnachtsbüro ein paar Videos aufgezeichnet. So kann man auf der Internetseite der Stadt Weißenburg etwa den Prolog anschauen, den Hannah normalerweise zur Eröffnung des Weihnachtsmarkts spricht. Außerdem kann man sich anschauen, wie das Christkind Wunschzettel und Briefe beantwortet und kann lauschen, wenn es eine Weihnachtsgeschichte vorliest…

Unsere Christkinder aus dem Fränkischen Seenland grüßen die Kinder

Auch die anderen Christkinder aus dem Fränkischen Seenland sind im Internet für Groß und Klein sichtbar und senden ihre Weihnachtsgrüße auf die Computer- und Smartphonebildschirme. Das Christkind aus Roth etwa hat auch schon den Prolog und mehrere Videobotschaften aufgenommen, und auch der Nikolaus hat Sendezeit bekommen. Alle Videos sind auf der Homepage der Stadt Roth zu finden.

Keinen Weihnachtsmarkt, dafür aber Weihnachtsgrüße und einen Prolog gab’s auch vom Georgensgmünder Christkind:

Bei so vielen liebevollen Wünschen für die Weihnachtszeit kann das Fest nun kommen. Anders als sonst – aber immerhin dank des Internets trotzdem mit Christkind.

Auch wir vom Seenlandblog wünschen euch nach diesem turbulenten Jahr eine besinnliche Weihnachtszeit. Es war auch für uns in dieser Zeit voller Einschränkungen immer eine Herausforderung, spannende Themen für euch zu finden. Aber da wir ja seit heuer zu dritt im Autorenteam sind, ist uns beim Brainstorming immer etwas eingefallen. Danke an das Team vom Tourismusverband Fränkisches Seenland, dass der Lockdown kein Blogdown war und ihr immer hinter diesem Projekt steht! Und wir danken euch für’s Lesen und wünschen uns allen, dass 2021 überwiegend positive Überraschungen für uns bereithält.

Eure Miriam, Vera und Julia

Zeitzeugen im Fränkischen Seenland: Walter Oberhäußer aus Unterschwaningen und das Fränkische Seenland

Eine Surfschule, Segler, Badegäste: Am Dennenloher See war Anfang der 1970er-Jahre viel geboten. Mittlerweile geht es ruhiger zu. Vor allem Angler kommen her. Manche haben ein Wohnmobil dabei. Selbst an einem regnerischen Herbstvormittag sitzen einige Unerschrockene am Ufer. Walter Oberhäußer aus Unterschwaningen ist hier aufgewachsen. Regelmäßig führt er Gäste durch seine Heimatgemeinde im Fränkischen Seenland – und natürlich auch an den See. Und dort zeichnet sich schon der nächste Wandel ab.

Zeitzeugen im Fränkischen Seenland: Charly Hummel aus Muhr am See und das Fränkische Seenland

Charly Hummel

Als der Altmühlsee von Franz Josef Strauß, dem damaligen bayerischen Ministerpräsidenten, eingeweiht wurde, spielte er im Posaunenchor: Charly Hummel aus Muhr am See. Er hat als Bub in den Altmühlwiesen Kühe gehütet. An gleicher Stelle nur ein paar Jahrzehnte später fährt Hummel mit der MS Altmühlsee als Kapitän über den See. Auch wenn er die Kapitänsmütze vor kurzem an den Haken gehängt hat, das Seenland hat Charly Hummels Leben stark beeinflusst – und tut es noch.

Zeitzeugen im Fränkischen Seenland: Fritz Walter aus Absberg und das Fränkische Seenland

Fritz Walter vor seiner Ferienwohnung "Helga"

„Maislabyrinth, Oldtimertreffen, Heimatverein, Mühlenweg, Echt Brombachseer…“ Hinter all dem stecken nicht nur beliebte Tourismusangebote der Region, sondern auch Absbergs Altbürgermeister Fritz Walter. Er hat die Entstehung des Fränkischen Seenlandes damals nicht nur live miterlebt, sondern auch selbst einen Teil seiner Felder für den Bau des Sees verkauft. Ich besuche ihn in seinem Haus keine 200 Meter vom See entfernt und während unseres Gesprächs erfahre ich nicht nur viele Einsichten in seine persönliche „Seebau-Geschichte“, sondern auch das ein oder andere amüsante Detail.

Zeitzeugen im Fränkischen Seenland: Horst Schwarz aus Wald und das Fränkische Seenland

Horst Schwarz vor dem "Reiterhof Altmühlsee"

„Ohne den See, stünde dieses Hotel jetzt nicht hier. Das ist sicher.“ Das sagt Horst Schwarz aus Wald bei Gunzenhausen. Der Landtagsbeschluss vor 50 Jahren, das Seenland zu bauen, war für ihn die Initialzündung, seinen Betrieb, den „Reiterhof Altmühlsee“ zu gründen. Er hat von Anfang an die Idee des Fränkischen Seenlands geglaubt. Ich habe ihn auf dem „Reiterhof Altmühlsee“ zum Interview getroffen.