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Ausprobiert: SUPen für Anfänger am Altmühlsee

Von einem Geheimtipp kann man beim SUP (Stand Up Paddling) ja nun wirklich nicht mehr sprechen. Die Wassersportart liegt total im Trend! Höchste Zeit, sich mal selbst auf’s Brett zu stellen. Wie schwer ist das SUPen denn nun wirklich? Für wen ist es geeignet? Und muss man einen Kurs machen? Hier kommen die wichtigsten Fragen und Antworten für Anfänger!

Was ist SUP eigentlich?

Beim Stand Up Paddling steht man, wie der Name schon sagt, auf einem Surfbrett und paddelt. Die ersten Stehpaddler waren polynesische Fischer vor Tahiti, die sich aufrecht in ihre Kanus stellten und im Meer paddelten. „Auf Hawaii, dem Ort, wo das Surfen erfunden wurde, war Stand Up Paddling der Sport des Königs. Nur Auserwählte durften sich, außer ihm, stehend fortbewegen“, sagt Wikipedia. Als Freizeitsport für Jedermann erobert es aktuell vor allem Binnengewässer, so auch das Fränkische Seenland.

Welches Equipment braucht man?

Als Equipment benötigt man ein Brett und ein Paddel. Bei den Brettern wird zunächst unterschieden zwischen Hardboards und Inflatables, auch iSUPs genannt. Letztere sind aufblasbar und daher super zu transportieren, dafür sind sie aber etwas weniger stabil. Für Anfänger eignen sich vor allem breite Boards, da sie weniger wackeln. Profis nehmen schmale, schnelle Bretter.

Surfcenter Altmühlsee

Surfcenter Altmühlsee

Weil ein eigenes Board doch recht kostspielig ist (für gute Bretter muss man ab 800 Euro ausgeben), ist es am Anfang sinnvoll, sich an eine Verleihstation zu wenden. Die Leihgebühr liegt zwischen 10 und 13 Euro für eine Stunde.

Ich hab meine ersten Paddelversuche am Surfcenter Altmühlsee gemacht (weitere Adressen findet ihr am Ende des Artikels!). Inhaber Willi Rupp hilft gerne bei der Auswahl des richtigen Equipments und gibt noch ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg.

Was die Bekleidung betrifft, so lohnt sich ein T-Shirt über den Badeklamotten. Denn bei ein bis zwei Stunden Paddeln brennt die Sonne ganz schön auf den Rücken!

Sollte man einen Kurs machen?

Wer ganz ohne Einweisung einfach drauflos paddeln will, kann das schon tun. Aber für den Spaß und die Sicherheit ist es definitiv besser, nur mit fachkundiger Einweisung zu starten! Man sollte mindestens den sogenannten Notstopp beherrschen, um ausweichen zu können – sei es vor einem Segelboot, Tretboot, einem Badegast oder gar der MS Altmühlsee.

Mit ein paar Hinweisen zu Wendemöglichkeiten und der richtigen Paddeltechnik klappt der Einstieg gleich viel besser. Ich hatte das Glück, mit einer Art Privatlehrer unterwegs zu sein: Thomas vom Blog SUP Matrose hat mich auf meiner ersten Tour begleitet und mir die wichtigsten Grundlagen erklärt.

SUP-Matrose Thomas erklärte mir die wichtigsten Grundlagen

SUP-Matrose Thomas erklärte mir die wichtigsten Grundlagen

SUP Kurs am Altmühlsee

SUP Kurs am Altmühlsee

Für alle anderen gibt es Anfängerkurse. „Die SUP-Kurse sind sehr beliebt bei uns“, erzählt mir Willi Rupp vom Surfcenter. Auch ganze Gruppen kommen zu ihm an den Altmühlsee, um das Stand Up Paddeln zu lernen. Nach etwa zwei Stunden Theorie, Trockenübungen und Praxis sind die Anfänger bestens gerüstet.

Ist SUP schwer?

Das schwierigste am Anfang ist sicherlich, auf dem Brett die Balance zu halten. Man hat schon irgendwie das Gefühl, dass dies eine recht wackelige Angelegenheit ist. „Es ist vollkommen normal, wenn am Anfang die Beine wackeln und zittern“, sagt SUP Matrose Thomas. „Aber das gibt sich nach ein paar Minuten!“ Und Recht hat er. Schon nach kurzer Zeit hat man sich an das Brett gewöhnt, die Paddelbewegungen werden gleichmäßiger und es fängt an, richtig Spaß zu machen.

Aber Vorsicht: Auch wenn das Stehpaddeln leicht aussieht, ist es mit der Zeit sehr anstrengend! Die Arme tun weh vom Paddeln und die Beinmuskulatur zittert. Mutet euch also beim ersten Mal nicht zu viel zu – nicht, dass ihr voller Tatendrang zum anderen Seeufer paddelt und dann den Rückweg zu Fuß antreten müsst, weil die Kräfte am Ende sind.

© SUP Matrose

© SUP Matrose

Ich würde SUPen bisschen mit Skifahren vergleichen. Es ist leicht, die Grundlagen zu lernen und einigermaßen den Berg runter zu kommen. Aber bis man die Technik perfektioniert hat, dauert es Jahre!

Was ist am Stehpaddeln so toll und für wen ist es geeignet?

SUPen ist wie Wandern auf dem Wasser. Mit gleichmäßigen, kraftvollen Bewegungen kann man die Natur erkunden und seinen Gedanken nachhängen. Ein sehr meditativer Sport, wie ich finde! Nicht umsonst gibt es spezielle Yoga-Boards, um entsprechende Übungen auf dem Wasser zu machen.

Außerdem macht es riesig Spaß, die Perspektive zu wechseln und das bunte Treiben am See vom Wasser aus zu betrachten.

Geeignet ist es für jeden: Kinder und Senioren, Sportskanonen und Gemütliche, Urlauber und Einheimische. SUP hat Potenzial zum echten Volkssport!

Sogar im Team kann man Paddeln! © SUP Matrose

Sogar im Team kann man Paddeln!


infoVerleihstationen und Kurse:


 

 

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2 Gedanken zu “Ausprobiert: SUPen für Anfänger am Altmühlsee”

  1. Kerstin Kitzmann sagt:

    Macht so richtig Lust auf Ausprobieren 🙂

    1. Miriam Zöllich sagt:

      Na dann nichts wie los! 🙂

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