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Walderlebnispfad "Klaus, die Fledermaus" | Foto: Vera Held

Durch den Gunzenhäuser Burgstallwald mit „Klaus, die Fledermaus“

Eigentlich wollten wir nur ein bisschen durch den winterlichen Burgstallwald in Gunzenhausen spazieren. Vielleicht ein, zwei Stationen des Trimm-dich-Pfads mit den Kindern ausprobieren. Aber dann haben wir jemanden getroffen: Klaus, die Fledermaus. Und die hat uns mitgenommen auf einen wunderschönen Walderlebnispfad im Fränkischen Seenland, auf dem Bobbycars in Bäumen wachsen, „Sprücheklopfer“ Denkanstöße geben und Bäume Kopf stehen.

 

Tafel auf dem Walderlebnispfad "Klaus, die Fledermaus"

Walderlebnispfad „Klaus, die Fledermaus“

Wir starten unseren Spaziergang am Waldbad am Limes in Gunzenhausen. Von dort geht es über Treppen in den Burgstall hinein. Und da treffen wir auf Klaus, die Fledermaus. Sie lädt ein auf einen Walderlebnispfad. Also folgen wir den Fledermausschildern in den verschneiten Wald hinein.

Wir gehen um eine Kurve und schon sehen wir die erste Station des Pfads: einen Jägerstand. Wir klettern hinauf und entdecken ein Wildschwein, ein Reh, einen Hasen und viele andere Tiere, die aus Metall im Wald stehen. Die Kinder freuen sich über jedes Tier, dass sie entdecken.

Fuchsfigur im Wald | Foto: Vera Held

Walderlebnispfad „Klaus, die Fledermaus“

Kopfstehende Bäume

Nur einige Meter weiter wartet schon die nächste Station, die uns mit Drehwürfeln erklärt, wie wichtig der Waldrand als Lebensraum für Tiere und Pflanzen ist. Zwischendurch entdecken wir Bäume, die umgekippt sind und ihr riesiges Wurzelwerk preisgeben. Passend dazu führt uns Klaus, die Fledermaus, zur nächsten Station: „Der Baum steht Kopf“. Dort können wir uns die Wurzeln der Bäume ganz genau ansehen.

Toben im Ast-Tipi

Ein Highlight für die Kinder (im Sommer wahrscheinlich mehr als im Winter): die Tobstation. Ein Tipi aus Ästen lädt zum Weiterbauen ein. Die Kinder balancieren auf umgekippten Bäumen und klettern darauf herum. Wegen des Schnees ist es ein wenig rutschig. Die Kälte tut ihr Übriges, darum fällt unser Aufenthalt hier eher kurz aus.

Tobstation am Walderlebnispfad "Klaus, die Fledermaus" | Foto: Vera Held

Literarische Abwechslung

Der Burgstallwald ist die perfekte Kulisse für einen entspannten Winterspaziergang und nun begleiten uns neben Klaus auch noch „Sprücheklopfer“ auf unserem Weg.

"Sprücheklopfer" am Walderlebnispfad "Klaus, die Fledermaus" | Foto: Vera HeldVerschiedene Literaten wie Erich Kästner und Eugen Roth, die über den Wald geschrieben haben, sind hier zitiert und geben uns Denkanstöße mit auf den Weg.

 

 

Bobby-Car im Baum

Bis wir in einem Baum auf einmal ein Bobbycar entdecken. Und nicht nur das: Eine Klobrille, ein Stuhl, ein Zeitungsständer und noch viel mehr baumelt da von den Ästen. Wir sollen zehn Gegenstände aus Holz suchen. Es ist ein richtiger Spaß, immer wieder neue Sachen zu entdecken.

Bobbycar im Baum | Foto: Vera Held

 

 


Info:

  • Rund zwei Kilometer langer Rundweg
  • Dauer: ein bis zwei Stunden (Je nachdem, wie viel Zeit man sich an den Stationen lässt)
  • Start und Ende am Parkplatz „Waldbad am Limes“
  • Für Kinderwagen bedingt geeignet (wir kamen trotz Schnee ganz gut durch)
  • Es gibt keine Abkürzung

Wir gehen weiter und schon von weitem leuchtet ein gelbes Metallfass wie ein Fremdkörper im Wald. Wir kommen näher und entdecken Plastikrohre, eine weitere Tonne und Solarzellen. Hier soll deutlich gemacht werden, wie viel nicht nachwachsende Rohstoffe nötig sind, um die gleiche Energie wie Holz zu produzieren.

Umweltstation am Walderlebnispfad "Klaus, die Fledermaus" | Foto: Vera Held

Danach müssen wir ein bisschen raten wie der Weg weitergeht. Denn an der nächsten Weggabelung finden wir Klaus nicht. Aber wir gehen glücklicherweise richtig (links) und treffen auf Holzskulpturen, die uns bis zum Ende des Weges begleiten.

Die Zeit verfliegt

Am Ende waren wir rund eineinhalb Stunden auf dem etwa zwei Kilometer langen Rundweg mit Klaus, der Fledermaus, unterwegs. Wir sind begeistert! Dieser Walderlebnispfad ist so vielfältig und kontrastreich, dass für jeden etwas dabei ist. Das liegt vielleicht auch daran, dass der Weg in Zusammenarbeit mit Schulen aus Gunzenhausen entstanden ist. Durch die vielen Stationen, an denen es immer wieder neue Dinge zu entdecken gibt, verfliegt die Zeit. Einziger Kritikpunkt: Einige Klappen sind kaputt.

Fazit: Wir kommen wieder!

Dennoch: Dieser Rundweg ist sicher zu jeder Jahreszeit spannend. Im Frühling, wenn das frische Grün an den Hunderte Jahre alten Bäumen sprießt. Im Sommer, wenn der Wald Schatten spendet. Im Herbst, wenn das bunte Laub den Waldboden bedeckt oder eben im Winter, wenn der Schnee unter den Schuhen knirscht und nach eineinhalb Stunden im Wald die Bäckchen rot sind vor Kälte. Diesen Zufallsfund wollen wir uns auf jeden Fall noch einmal ansehen.

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