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Museens-Wert: Das Schloss Ratibor im Museums-Check

Das Jagdschloss Ratibor steht seit beinahe 500 Jahren an prominenter Stelle in der Altstadt von Roth. Georg der Fromme, Markgraf von Brandenburg-Ansbach, ließ es 1535-1538 errichten. Die Innenausstattung ist allerdings mitnichten 500 Jahre alt, auch wenn sie vom Stil her vielleicht so aussehen mag. Tatsächlich ist sie gerade einmal 100 Jahre alt. Die Fabrikantenfamilie Stieber erwarb das ehemalige markgräfliche Jagdschloss im Jahr 1791. Der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens sollte sich auch in einem standesgemäßen Wohnsitz widerspiegeln und so ließ Wilhelm Stieber die Innenräume Ratibors komplett neu ausstatten. Allerdings im Stil der Renaissance. Historismus nennt man das, oder man könnte auch sagen: Retro. 

Heute gehört das Schloss der Stadt Roth und die Räume, teilweise noch möbliert, können Besucher auf eigene Faust besichtigen und erkunden.


Sonderausstellung „Donnerwetter“ noch bis 30. November 2020

Noch bis Ende November sollte man sich unbedingt auch im Obergeschoss die Sonderausstellung „Donnerwetter! Klima schreibt Geschichte“ ansehen. An museal abwechslungsreichen und hübsch im Sketchnote-Stil gestalteten Mitmach-Stationen werden die Besucher zu Klimaforschern und setzen sich mit dem Wetter und der Bedeutung des Klimas auseinander. Inklusive der besorgniserregenden Veränderungen, die da gerade passieren.

Man „telefoniert“ mit Kollegen, nimmt Forschungsgegenstände unter die Lupe, spitzt durch Fernrohre und Schlüssellöcher. Eine Ausstellung, die nicht nur Kindern Spaß macht – perfekt für einen verregneten Herbsttag!


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