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Biergarten-Test: Das „Adlerbräu“- Gunzenhausen im Fränkischen Seenland

Dieser Gasthof ist eine Institution in Gunzenhausen. Seit Jahrhunderten werden im „Adlerbräu“ Gäste bewirtet. Zu übersehen ist das Haus am Marktplatz nicht. Seine gelbe Fassade leuchtet freundlich, im Sommer zieren rote Geranien die Fensterbänke, vor dem Haus ist ein Biergarten aufgebaut, umrahmt von großen Oleandern. Optisch perfekt! Doch kann die Küche mithalten?

Das Ambiente

Donnerstagabend, die Temperaturen liegen bei 25 Grad, perfektes Biergartenwetter. Reserviert habe ich nicht. Der Biergarten ist gut gefüllt, einige Tische sind vorreserviert, doch ein Tisch ist noch für mich frei. Glück gehabt. Groß ist er nicht dieser Biergarten direkt auf dem Gehweg vor dem traditionsreichen Haus. Knapp 60 Personen finden hier Platz. Hinter dem Haupthaus ist ebenfalls eine schöne Terrasse, doch ich entscheide mich für den Biergarten auf dem Marktplatz. Der wird jedes Jahr für die Freiluftsaison von Frühling bis in den Herbst mit großem Aufwand aufgebaut. Die wunderschönen Oleander und die anderen Pflanzen müssen jeweils aus ihren Winterquartieren herbeigebracht werden. Für den Marktplatz von Gunzenhausen ist das ein echter Gewinn, wirkt dieser Biergarten doch wie eine grüne Oase. Die hochwertigen Kunststofftische sind in Holzoptik gehalten, die Stühle gefallen, denn sie sind äußerst bequem. Obwohl auf den Tischen keine Decken liegen, wirkt alles sehr gemütlich. Einheitliche, immer aufgespannte Schirme sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Auf dem Tisch ist lediglich ein kleines Deckchen zu finden, darauf steht der Halter für die Bierdeckel.

Der Biergarten vor dem „Adlerbräu“ ist eine grüne Oase am Marktplatz Gunzenhausen.

Der Service

Bei meinem Besuch organisieren zwei Bedienungen den Biergarten äußerst souverän, freundlich und geräuschlos. Zwei echte Profis. Man heißt mich willkommen und reicht mir die Speisekarte. Was angenehm auffällt: Das Personal trägt einheitliche Kleidung, fränkisch angehaucht. Das macht einen guten Eindruck und wirkt sehr professionell.

Über dem Biergarten schwebt das Wappentier des Hauses.

Die Speisen

Die Speisekarte stellt mich vor ein echtes Problem: Es liest sich alles lecker! Wer in das „Adlerbräu“ geht, will fränkische Küche genießen. Die Auswahl ist äußerst vielseitig. Die Klassiker sind das „Fränkische Winzersteak“ mit Weintrauben, Nüssen und Bratkartoffeln (18.10 Euro); das „Putenbrustfilet Bamberger Art“ mit Birne, Meerrettich und Blauschimmelkäse überbacken auf Rahmnudeln (21.10 Euro); das „Markgrafenschnitzel“ in feiner Champignonsoße, dazu Spätzle (18.10 Euro); „Schweinerückensteak“ aus dem Knoblauchsland mit Bratkartoffeln (17.10 Euro); das „Bierbrauersteak“, ein saftiges Schweinehalssteakmit Kräutern gegrillt, dazu Bratkartoffeln (18.10 Euro); der „Adler-Topf“ mit Schweinelendchen in feiner Champignonsoße, dazu Spätzle (24.00 Euro); die „Bierkutscherpfanne“ mit verschiedenen Medaillons in feiner Biersoße, dazu Schupfnudeln (24.60 Euro); „gepökelte Rinderzunge“ in Bockbiersoße, dazu Kartoffeln (17.30 Euro); „Fränkisches Krenfleisch“, gekochte Rinderbrust mit Meerrettichsoße, dazu Kartoffeln (18.20 Euro); „Wildschweinbraten“ aus heimischer Jagd, dazu böhmische Knödel und Preiselbeeren (23.10 Uhr); „Rehbraten“ aus heimischer Jagd in Wacholderrahm, dazu Knödel und Preiselbeeren (24.00 Euro). Was für eine leckere Auswahl!

Meine Wahl fällt auf Nierchen mit Bratkartoffeln.

Doch das ist längst nicht alles. Im „Adlerbräu“ werden saisonal besondere Speisen in die Karte aufgenommen. Bei meinem Besuch spielt die Kartoffel eine Hauptrolle. Das Angebot reicht vom „Entrecôte“ mit Kartoffelspalten und Sauerrahmdip (29.30 Euro) über ein „Kartoffel-Knusper-Schnitzel“ an Salatbouquet (19.50 Euro) und einem „Süßkartoffeleintopf“ mit Gemüse in deftiger Brühe (14.50 Euro) bis hin zu „Kartoffel-Basilikum-Gnocchi“ mit Tomatensoße und Mozzarella (14.50 Euro) und natürlich „Überbackene Kartoffel“ mit Gemüse-Frischkäse-Füllung (12.40 Euro).

Längst nicht genug! Es geht weiter: Auf der Tageskarte finde ich unter anderem „Gazpacho“ (6.10 Euro); „Fränkischen Wurstsalat“ (10.70 Euro); „Presssack mit Musik“ (10.70 Euro); „Zanderfilet in Calvadosrahmsoße“ mit Reis (23.50 Euro); „Rumpsteak Strindberg“ mit Zwiebel-Senf-Soße und Schupfnudeln (26.00 Euro). Der Küchenchef empfiehlt zudem „Altmühltaler Lamm – garantiert vom Hüteschäfer aus dem Altmühltal“, heißt es in der Karte. „Lammrollbraten“ wird für 18.60 Euro angeboten, „Gebratene Lammschulter“ mit Käse-Kräuter-Füllung und Knödel für 19.20 Euro; die „Gebratene Lammkeule“ mit Knoblauch gespickt und Knödel für 20.60 Euro.

Der Beilagensalat im „Adlerbräu“ ist knackig und lecker.

 

Meine Wahl: Innereien

Meine Wahl fällt auf „Geschnetzelte Nierchen“ in Cognacrahm mit Bratkartoffeln. Innereien sind nicht mehr so oft auf den Speisekarten zu finden. Die Gelegenheit lasse ich mir nicht entgehen. Für 16.30 Euro wird mir eine große Portion serviert. Der Teller wird heiß gereicht, auch die Nierchen und die Beilagen dampfen noch. Sehr gut! Dazu habe ich einen Beilagensalat für 6.00 Euro bestellt. Der erste Eindruck ist positiv. Alles sieht sehr schmackhaft aus. Ich werde nicht enttäuscht. Großes Lob an die Küche. Hier passt einfach alles. Die Soße ist perfekt abgeschmeckt, die Nierchen lecker, die Bratkartoffeln auf den Punkt, der Salat ist frisch und knackig. Dieses Essen ist jeden Cent wert.

Von der freundlichen Bedienung bekomme ich den Hinweis, dass mittwochs auch Leber angeboten wird. Da werde ich bei der nächsten Gelegenheit gern zuschlagen.

Nicht jeder Gast konnte im „Adlerbräu“ seinen Aufenthalt ungestört genießen.

Außerdem in der Karte: Rumpsteack, Rinderückensteak, Forelle Müllerin, Lachsfilet, Schweinelendchen, Schweineschnitzel und Cordon Bleu. Für den kleinen Hunger bietet die Küche Leberknödelsuppe, Bauernschinken, Schweinskopfsülze, Fränkische Bratwürste, Blaue Zipfel, Leberkäs, Braumeister-Toast, Braumeister-Brotzeitplatte.

Wer es vegetarisch oder etwas leichter mag, wird im „Adlerbräu“ ebenfalls zufriedengestellt. Auf der Karte sind Räucherlachs, Putenbrusthäppchen, verschiedene Salatvariationen, Allgäuer Käspätzle, frische Champignons in Kräuterrahm, Tomaten-Zucchini-Gratin, Maultaschen gefüllt mit Ratatouille und vegane Rote-Bete-Puffer mit Karotten-Pastinaken-Pommes zu finden.

Gekocht wird auch für die kleinen Gäste: Backerbsensuppe, Flädlesuppe, Pommes, Spätzle, Spaghetti, „Piratenmahlzeit“ mit Fischstäbchen und Kartoffelsalat, der kleine „Dino-Teller“ mit Schnitzel und Pommes, der „Entdeckerschmaus“ mit Hähnchen-Cordon-Bleu und Pommes. Die Preise gehen von 4.70 Euro bis 11.40 Euro.

Wer jetzt noch Appetit verspürt, wird bei den Desserts fündig. Für den Nachtisch bietet das „Adlerbräu“ Pfannkuchen mit Schokosoße oder altfränkisch gefüllt an, fränkische Apfelküchle, oder auch verschiedene Eisbecher.

Frisch gezapft: Das Helle der Engel-Brauerei.

Die Getränke

Schauen wir noch auf die Getränkekarte: Die Crailsheimer Engel-Brauerei liefert die schmackhaften Biere. Das naturtrübe Kellerbier wird in 0,5 für 4.20 Euro ausgeschenkt, in 0,25 für 2.70 Euro. Pils kommt in groß für 4.20 Euro zum Ausschank, in der kleinen Version für 2.90 Euro. Das dunkle Kellerbier erhält man für 4.20 Euro beziehungsweise für 2.70 Euro. Das Hefeweizen kommt von Gutmann (4.20 Euro); Radler (4.20/2.70 Euro). Das alkoholfreie Engel fließt für 4.20 Euro ins Glas.

Selbstverständlich stehen sämtliche Soft-Drinks und verschiedenste Säfte mit in der Karte. Zudem Kaffee- und Teespezialitäten, erlesene Schnäpse und weitere Spirituosen. Umfangreich ist das Angebot fränkischer Weine. Die Preisspanne reicht von 5.10 bis 8.00 Euro.

Der Biergarten vor dem „Adlerbräu“ ist ein wunderschöner Platz für angenehme Stunden am Marktplatz Gunzenhausen.

Fazit

Wirtsfamilie Müller und das Team vom „Adlerbräu“ verstehen ihr Handwerk. Großer Wert wird auf Regionalität gelegt. Die Speisekarte informiert über die Herkunft von Fleisch, Fisch und Getränken. Im „Adlerbräu“ wird Gastlichkeit gelebt – vom Service bis hin zur Küche. Seit vielen hundert Jahren werden Menschen hier bewirtet. Bei dieser Qualität muss man sich um die Zukunft keine Sorgen machen. Alles hat bei meinem Besuch überzeugt. Fränkische Küche zum Genießen. Ich komme gern wieder.


Die Website www.hotel-adlerbraeu.de ist optisch und inhaltlich sehr gut gestaltet.

Sehr schön ist die Vorstellung des Teams.

Kontakt:

Hotel Adlerbräu GmbH & Co. KG, Marktplatz 10, 91710 Gunzenhausen

Telefon: 09831 – 88 67 -0

Telefax: 09831 – 88 67 -50

info@hotel-adlerbraeu.de

www.hotel-adlerbraeu.de

 


 

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