Der Weg zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit: Ein Beruf voller Vielfalt und Möglichkeiten

Hi, mein Name ist Svenja. Ich bin 17 Jahre alt und aktuell Auszubildende zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit beim Tourismusverband Fränkisches Seenland im 2. Lehrjahr. Diesen spannenden und abwechslungsreichen Ausbildungsberuf möchte ich euch gerne vorstellen, denn er ist, wie ich glaube, leider noch viel zu unbekannt.

Was macht eine Kauffrau für Tourismus und Freizeit im allgemeinen?

Kauffrauen für Tourismus und Freizeit sind Expertinnen in allem, was mit Freizeitaktivitäten und Unterhaltung zu tun hat. Sie arbeiten in verschiedenen Branchen wie Freizeitparks, Tourist-Informationen, Sportvereinen, Tourismusverbänden, Veranstaltungshallen und anderen Freizeiteinrichtungen. Ihre Aufgaben sind vielfältig und reichen von administrativen Tätigkeiten über Kundenbetreuung bis hin zu Marketing und Eventmanagement.

Meine Aufgaben beim Tourismusverband Fränkisches Seenland

Zu meinen Aufgaben als Auszubildende zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit, gehören viele verschiedene Bereiche, wie zum Beispiel die Überarbeitung des Geschäftsberichtes am Anfang des Jahres. In unserem Geschäftsbericht findet man von Übernachtungszahlen der einzelnen Gemeinden über verschiedene Neuheiten und Werbemittel viele nützliche Informationen für die Arbeit unserer Mitglieder und für extern Interessierte. Ich als Azubine habe die Aufgabe diesen zu überarbeiten, das heißt ich ergänze die aktuellen Zahlen, stelle die Neuheiten und Aktivitäten des vergangenen Jahres zusammen und suche mir neue Bilder aus. In unserem Geschäftsbericht sind unter anderem die Hauptaufgaben des Tourismusverbands Fränkisches Seenland dargestellt, durch Bilanzen und Statistiken, verschiedenen Marketing Instrumenten und Qualitätsförderungen. Darunter fallen zum Beispiel Anzeigenwerbungen in Printmedien, unser Newsletter, Social Media, Online Buchbarkeit, die Seenland Card, die Sterneklassifizierung und vieles mehr.

In den Monaten Januar bis Mai ist Messesaison, dort darf ich als Auszubildende auch mit. Auf Messe vertreten wir unsere Urlaubsregion, das Fränkische Seenland. Wir beraten und helfen bei Fragen oder einfachem Interesse. Diese Arbeit bereitet mir viel Spaß, da sie mir die Möglichkeit gibt, in direkten Kontakt mit Menschen zu treten die bei uns im Seenland Urlaub machen wollen.

Natürlich habe ich auch Aufgaben die jeden Tag gemacht werden müssen, dazu zählt zum Beispiel der Postversand des bestellten Infomaterials oder auch die Mitarbeit auf Facebook in Form von Beiträgen.

Die Ausbildung

Die Ausbildung zur Kauffrau für Freizeit dauert in der Regel drei Jahre und findet dual statt, das heißt, sie kombiniert praktische Arbeit im Ausbildungsbetrieb mit theoretischem Unterricht in der Berufsschule in Nürnberg. Während der Ausbildung lernen die angehenden Kauffrauen für Freizeit alles, was sie für ihren Beruf benötigen: von kaufmännischen Grundlagen über Kundenbetreuung bis hin zu spezifischen Branchenkenntnissen.

Vielfältige Karrieremöglichkeiten

Einer der großen Vorteile dieses Berufs ist die Vielfalt der Karrieremöglichkeiten. Nach der Ausbildung können Kauffrauen für Freizeit in verschiedenen Bereichen arbeiten, je nach ihren Interessen und Fähigkeiten. Sie könnten beispielsweise in einem Freizeitpark als Eventmanagerin tätig sein, in einem Fitnessstudio im Bereich Marketing arbeiten oder in einem Kino im Ticketverkauf und Kundenservice eingesetzt werden. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt!

Ausbildungsplätze im Fränkischen Seenland bieten zum Beispiel die Tourist-Informationen in Gunzenhausen oder in Weißenburg an, zudem die Erlebnisschifffahrt Brombachsee und natürlich wir als Tourismusverband Fränkisches Seenland.

 

Warum ist dieser Beruf spannend?

Was ich an diesem Beruf so spannend finde, ist die Tatsache, dass man jeden Tag mit Menschen zu tun hat und dazu beiträgt, dass sie ihre Freizeit planen und genießen können. Außerdem bietet er viel Abwechslung und die Chance, kreativ zu sein – sei es bei der Planung von Events, der Gestaltung von Werbekampagnen oder der Organisation von Freizeitangeboten.

Fazit

Ich freue mich, dass ich nach meinem Abschluss so eine Vielfalt an Arbeitsplätzen in einer so abwechslungsreichen Branche zur Auswahl habe und kann den Beruf jedem empfehlen der gerne mit Menschen arbeitet.

Falls Ihr Fragen habt schreibt mir doch gerne eine Email an s.durst@fraenkisches-seenland.de 🙂

Team des Fränkischen Seenlands: https://www.fraenkisches-seenland.de/team/

Geschäftsbericht 2023: https://www.fraenkisches-seenland.de/geschaeftsbericht/

Zurück in die Vergangenheit: Ein Ausflug ins Infozentrum Seenland

„Wo ist das?“ – mit diesen Worten, einem Grinsen und dem dazugehörigen Rätselbild stand mein Chef vor mir und schaute mich an. „Das weiß ich nicht“, sagte ich und schaute fragend zurück. „Warst du etwa noch nicht im Infozentrum Fränkisches Seenland in der Mandlesmühle bei Pleinfeld?! Nein? Dann schnapp dir den Dienstwagen und los geht’s“.

Gesagt, getan. Gemeinsam mit meinem neuen Kollegen vom Fränkischen WasserRadweg, Benedikt Kamm, und unserer Auszubildenden Svenja vom Tourismusverband Fränkisches Seenland starteten wir Richtung Pleinfeld. Wir alle drei (junge Erwachsene bis Mitte 20) wohnen im Fränkischen Seenland, arbeiten im Tourismus und natürlich wissen wir auch, dass die fränkischen Seen nicht natürlich, sondern aufgrund eines Wasserüberleitungsprogramms entstanden sind.

Doch wir können vorwegnehmen: Ein Besuch in der Mandlesmühle ist definitiv einen Ausflug wert! Das Infozentrum am Brombachsee ist eine interessante Sehenswürdigkeit mit Lerneffekt. Super geeignet, wenn das Wetter mal nicht ganz so mitspielt, befindet sich am „Weg der Wasserkraft“ sowie dem „Fränkischen WasserRadweg“ und der Eintritt für das Infozentrum ist kostenfrei! Zudem liegt die Mandlesmühle super nahe am See, sodass man einen Besuch direkt mit einem schönen Spaziergang am Großen Brombachsee verbinden kann.

Aber was erwartet einem in einem kostenfreien Infozentrum, welches sich mit der Entstehung des Fränkischen Seenlands beschäftigt?

Jede Menge interessante Infos und Einblicke in das Bauprojekt!

Direkt am Eingang des Infozentrums erhält man erstmal einen Überblick über das gigantische Wasserüberleitungsprojekt, welches durch den Bau der Seen umgesetzt wurde. Das Fränkische Seenland ist nicht nur eine vielfältige Urlaubsregion, sondern auch das größte wasserwirtschaftliche Projekt Bayerns, was bisher umgesetzt wurde. Die beiden Überleitungssysteme über den Main-Donau-Kanal und Altmühl- u. Brombachsee funktionieren unabhängig voneinander. Sie sorgen dafür, dass Altmühl- und Donauwasser in das trockene Regnitz-Main-Gebiet transportiert und so das Niedrigwasser von Regnitz und Main erhöht wird.

Durch übersichtliche Schaubilder, zahlreiche Videos und interaktive Modelle gibt es nicht nur visuell, sondern auch haptisch etwas zu entdecken und ein Besuch im Infozentrum wird nicht langweilig.

Das Highlight der Ausstellung ist eine lange Wand mit Luftbildern der Seen und Drehelementen, auf der man sieht, wie sich die Landschaft durch den Bau der Seen verändert hat.

Ebenfalls fesselnd ist die Geschichte der „versunkenen“ Mühlen sowie ein Interview mit einem der betroffenen Müller, welcher aufgrund des Großbauprojekts umgesiedelt wurde und nun seinen Lohn interessanterweise sogar mit der Vermietung seines Gästehauses verdient.

Und nicht zu vergessen: Die Mandlesmühle selbst als „Heimat des Infozentrums“ ist sozusagen lebendige Geschichte, denn sie gehörte ebenfalls zu einer der Mühlen, die es bereits vor der Umstrukturierung im Brombachtal gab und ist die Einzige, die heute noch steht.  

Ein Besuch in der Mandlesmühle ist absolut empfehlenswert!

Das sieht auch eine Familie aus Böhmfeld (zwischen Eichstätt und Ingolstadt) so, welche gerade mit ihren Enkelkindern am Waldcamping Brombach in einem Tiny Haus im Urlaub sind. „Die Mandlesmühle informiert sehr gut über die Entstehung des Fränkischen Seenlands. Positiv ist vor allem, dass es sowohl für unsere Enkelkinder als auch für uns sehr interessant dargestellt wird. Durch vorhandenes Videomaterial und übersichtliche Texte bekommt man einen guten Einblick in die Vergangenheit“ teilte uns die nette Dame, welche wir in der Mandlesmühle mit ihrer Familie angetroffen haben, mit. „Uns gefällt im Fränkischen Seenland vor allem die Positivität der einheimischen Menschen sowie die Natur und die schönen Orte. Außerdem gibt es viele Freizeitangebote für unsere Familie,“ setzte sie weiter fort.

Über den persönlichen Kontakt zu unseren Gästen und das positive Feedback haben wir uns natürlich sehr gefreut!

Unser Tipp für Euch:

Verbindet einen Besuch im Infozentrum Fränkisches Seenland mit dem angrenzenden „Weg der Wasserkraft“. Der vom Wasserwirtschaftsamt Ansbach angelegte Erlebnispfad übermittelt seinen Besuchern viel Wissenswertes über die Wasserkraft als regenerative Energie. Gerade als wir uns auf den „Kampf“ gegen die Wasserkraft vorbereitet haben, denn bei einer Station kann man die menschliche Kraft gegen die Wasserkraft beim Baumstamm-Sägen messen, beobachteten wir eine Familie, die diese Station vor uns testete.
Familie Andrä aus München ist aktuell am Waldcamping Brombach zu Gast und wurde durch Werbung auf der Erlebnisschifffahrt Brombachsee auf den Erlebnispfad aufmerksam. „Gut sind die Sachen, die man aktiv mitmachen kann – sozusagen erleben mit allen Sinnen“, lobte der Familienvater Ronny den Weg.

Unser Fazit: 

Wir können einen Besuch im Infozentrum Fränkisches Seenland und dem angrenzenden „Weg der Wasserkraft“ absolut empfehlen. Es lässt uns unsere tolle Region mit den vielen Freizeitmöglichkeiten nochmals mehr Schätzen. Zudem haben wir ein größeres Bewusstsein darüber bekommen, wie wichtig die Entstehung der Seen ist und welchen wirtschaftlichen Aufschwung, die damals bereits landwirtschaftlich geprägte Region, durch die Umsetzung erhalten hat. Ein „Must-See“ sowohl für Gäste als auch für Einheimische!

Info:

  • Geschichte des Fränkischen Seenlandes
  • Geöffnet von Ostern bis zum Ende der Herbstferien täglich von 10.00 bis 16.00 Uhr
  • 300 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf zwei Etagen
  • Eintritt frei
  • Direkt am Erlebnispfad „Weg der Wasserkraft“
  • Mehr Informationen zum Infozentrum Seenland gibt es hier