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Der Seenländer (Etappe 5 Teil 2): Mit Frühlingsgefühlen von Ramsberg nach Langlau

Der Frühling ist unaufhaltsam im Anmarsch, und ich war mal wieder eine Runde Seenländern. Zu bewältigen war der zweite Teil von Etappe 5. Insgesamt führt die Etappe von Pleinfeld nach Langlau, das erste Teilstück nach Ramsberg hatte ich mit einer herrlichen aber sehr anstrengenden Winterwanderung mit Schneetreiben hinter mich gebracht. Nur sechs Wochen später bin ich auf dem zweiten Stück von Ramsberg nach Langlau inmitten blühender Wiesen und knospender Bäume gewandert. 

Das Tolle an dieser fünften Seenländer-Etappe ist ja, dass es durch die Anbindung an den ÖPNV besonders leicht ist, die Strecke zu splitten, um wieder zum Ausgangspunkt zurückzukommen. Der Startpunkt Pleinfeld und der Zielort Langlau sind mit der Bahnstrecke der Seenland-Bahn miteinander verbunden. Stündlich verkehren hier Züge in beide Richtungen. Auch Ramsberg, das in etwa auf halber Strecke dazwischen liegt, ist an die Bahnlinie angebunden. Ich konnte also mein Auto in Ramsberg stehen lassen, eine gemütliche Feierabend-Wanderung über sieben Kilometer nach Langlau machen, und mit dem Zug zum Auto zurückfahren.

Von Ramsberg könnte man theoretisch gleich am Uferweg des Brombachsees aus nach Langlau laufen. Aber wie ich es vom Seenländer ja mittlerweile gewohnt bin, überrascht der Fernwanderweg immer wieder mit einer interessanten Streckenführung. Und so ging es erst mal bergauf nach Regelsberg. Die schnuckelige Siedlung mit liebevoll restaurierten Bauernhäusern liegt auf einem kleinen Plateau oberhalb des Sees und ist von saftigen Wiesen und duftenden Wäldern umgeben.

Der Frühling ist überall: Die Bäume treiben aus, die Insekten beginnen fleißig zu schwirren und zu krabbeln, und am Wegesrand blühen die ersten Blumen.

Von Regelsberg aus geht’s durch den Wald bergab und der Rest des Weges verläuft dann am Ufer des Kleinen Brombachsees. Man passiert Naturschutzgebiete, die seltene Tier- und Insektenarten beherbergen. Sehen kann man sie leider nicht, aber interessant gestaltete Tafeln am Wegesrand informieren über die Flora und Fauna am Seeufer. Mit etwas Glück kann man aber ein paar Wildschweinen begegnen, die auf einem eingezäunten Gelände entlang des Weges leben.

Auf dem Weg kommen allerlei Fußgänger und Radfahrer entgegen. Das ist, verglichen mit den den bisherigen Etappen des Seenländers, auf denen ich oft kilometerlang keiner Menschenseele begegnet bin, zunächst ungewohnt – aber durchaus eine willkommene Abwechslung. In Langlau angekommen erklärt mein Hund die Badesaison offiziell für eröffnet und planscht eine Runde im Brombachsee. Anschließend geht’s mit der Bahn zurück nach Rambsberg.

Wer vor der Rückfahrt in Langlau noch ein bisschen Zeit verbringen will, findet direkt im Seezentrum ein paar nette Freizeitangebote. Das SUP-Center-Brombachsee verleiht Stand-Up-Paddelboards und für Anfänger gibt es noch eine fachkundige Kurzeinweisung dazu. Wer es gemütlich mag, kann noch eine Runde Tretboot auf dem See drehen oder sich auf der Sonnenterrasse des Strandhotels Seehof einen Cappuchino und ein Stück Kuchen gönnen.



 

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