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Advent, diesmal ganz ohne Weihnachtsmärkte

Versteht mich nicht falsch – Weihnachtsmärkte sind toll! Ich liebe es, zwischen den festlich beleuchteten Buden zu Bummeln, eingehüllt in eine Duftwolke aus Glühwein und gebrannten Mandeln. Aber sind wir mal ehrlich: Die meisten Märkte sind total überfüllt, und meist tritt nach der zweiten Tasse Glühwein eher Besinnungslosigkeit als Besinnlichkeit ein.  Anstatt euch also schon wieder die schönsten Weihnachtsmärkte im Fränkischen Seenland vorzustellen, möchte ich euch heuer mal ein paar alternative Veranstaltungen ans Herz legen. Da sind auch ein paar echte Advents-Zuckerl dabei!

?  Fränkische Weihnacht

Besonders heimelig und traditionell begeht man in Gunzenhausen die „Fränkische Weihnacht“ am Sonntag, 9. Dezember. Die Veranstaltung ist ein liebevolles Potpourri aus weihnachtlichen Erzählungen und stimmungsvoller fränkischer Volksmusik. Mit dabei ist zum Beispiel der Fischbacher Viergesang und das Wormer Blech. Beginn ist um 20 Uhr, Karten für 12 Euro gibt es im Vorverkauf unter anderem im Kulturbüro der Stadt Gunzenhausen und online bei ReserviX.

?  Begehbare Adventskalender

Eine wirklich schöne Tradition sind die begehbaren Adventskalender. Es gibt sie in vielen kleineren Gemeinden und Dörfern im Fränkischen Seenland, zum Beispiel in Pfofeld und Absberg. Beim begehbaren Adventskalender gehen die Besucher gemeinsam quasi Schritt für Schritt auf Weihnachten zu, die einzelnen Stationen können ganz unterschiedlich ausgestaltet sein. Lieder, Geschichten, geschmückte Fenster: Die Möglichkeiten sind vielfälitg. Allen gemeinsam ist in jedem Fall die heimelige Atmosphäre und die Erwartungsfreude, dem Weihnachtsfest Stück für Stück näher zu rücken.

In Pfofeld konzentriert sich der Adventskalender auf die vier Adventssonntage. Mit Musik und Geschichten werden die folgenden Türchen bzw. Fensterchen geöffnet: Tourist-Info (2. Dezember), Kinderkrippe Pfofeld (9. Dezember), Gasthaus zum Thannhäuser (16. Dezember) und Dorfgemeinschaft Gundeshalm (23. Dezember). Alle Bürger und Gäste sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

In Absberg werden jeweils an den Adventswochenenden am Freitag, Samstag und Sonntag die neuen Türchen geöffnet, und direkt an Heilig Abend natürlich das letzte. Los geht es jeweils um 18 Uhr. Und hier findet ihr die Stationen:

Strickdamen Brunnen am Marktplatz (1. Dezember), Jägerhof (2. Dezember), Dorfladen (7. Dezember), Café Herzog (8. Dezember, bereits um 17 Uhr), Musikalisches Adventsfeuer in der Christuskirche (9. Dezember), Raiffeisenbank (14. Dezember), Friseur Julia Högner (15. Dezember), Eisenbahnfenster Familie Müller (16. Dezember), Café Wieland (21. Dezember), Backofenverein (22. Dezember), FFW in der Ritter-Konrad-Straße (23. Dezember) und schließlich im Rathaus am Heilig Abend um 15 Uhr.

? Lichterschiffchen auf der Rednitz

Was für eine niedliche Tradition! Am ersten Advent (Sonntag, 2. Dezember) lädt die Feuerwehr in Rednitzhembach zum feierlichen Lichterschiffchenfahren ein. die fantasievollen Lichterschiffchen haben Kinder und ihre Eltern liebevoll gestaltet und lassen sie von der Rednitzinsel aus ins Wasser. Die Freiwillige Feuerwehr birgt dann die Schiffchen am Kuhrschen Wehr sicher wieder aus dem Wasser und lädt zu Bratwürsten und Glühwein ein. Die Flotte sticht um 17 Uhr in See.

? Mystische Rauhnacht-Wanderungen

Nicht ganz so weihnachtlich-besinnlich, dafür winterlich-mystisch sind Rauhnacht-Wanderungen. Rauhnächte sind verschiedene Nächte um den Jahreswechsel herum, die ihre Wurzeln im europäischen Brauchtum haben. In dieser Zeit steht nach altem Volksglauben das Geisterreich offen, die Seelen von Verstorbenen haben Ausgang und Dämonen treiben ihr Unwesen. Angeblich sind die Rauhnächte auch zum Erstellen von Zukunftsvorhersagen gut geeignet, und Tiere sollen plötzlich sprechen können.

Am Samstag, 22. Dezember führt Gästeführerin Birgitt Hirscheider zu einer Vollmond-Rauhnacht-Wanderung um den Rothsee. Es gibt Fackelschein, Punsch und Orakel-Plätzchen. Start ist um 16.30 Uhr, eine Anmeldung erfolgt über die Tourist-Info Allersberg.

Am Freitag, 28. Dezember bricht Kräuterpädagogin Margot Löffler mit ihren Teilnehmern zu einer Rauhnacht-Wanderung auf. Sie erzählt von Gemehimnissen der dunklen und kalten Nächte, von geheimnisvollen Bräuchen und Sagen und hält Ausschau nach den ersten Frühlingsboten in der Natur. Auch geräuchert wird nach alter Volkstradition, außerdem gibt es Mondscheinsuppe, Gebäck und warme Getränke. Die Anmeldung erfolgt über Margot Löffler unter 09175 / 90 67 954.

? Waldweihnacht

Feuerschalen, Fackelschein, Tannenduft und besinnliche Texte und Lieder: So kann man sich eine Waldweihnacht vorstellen. Optimalerweise sind die Tannen auch noch schneebedeckt, aber das kann man sich ja leider nicht aussuchen. Auf jeden Fall sind die Waldweihnachten tolle Gelegenheiten, um die „Stade Zeit“ zu genießen.

Am Montag, 3. Dezember weihnachtet es im Innenhof der Festung Wülzburg in Weißenburg. Die ökumenische Andacht wird von Posaunenchor und Waldhornbläsern begleitet. Und am Samstag, 22. Dezember findet in den Hauslacher Steinbrüchen bei Georgensgmünd die Waldweihnacht des Deutschen Alpenvereins statt. Beginn ist um 19 Uhr.

?  Wolframs-Eschenbacher Krippenweg

Wolframs-Eschenbach ist ja ohnehin schon ein absolut schnuckeliges Städtchen. Wenn nun noch adventliche Beleuchtung und eine Krippenausstellung hinzukommen, ist das ein Garant für Weihnachtsstimmung. Die verschiedensten Krippen werden in den Fenstern und Schaufenstern der Anwohner entlang der Hauptstraße gezeigt, und bei Dunkelheit sind sie stimmungsvoll illuminiert.

Der Krippenweg durch die Altstadt wird am Sonntag, 2. Dezember um 17 Uhr im Foyer des Rathauses offiziell eröffnet. Der Heimatverein führt bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung und gibt kurze Erklärungen zu den einzelnen Krippen. Bis zum 23. Dezember können sich Besucher bei ihren Spaziergängen durch die Altstadt die kleinen Kunstwerke anschauen.

?  Adventskonzerte

Ach, wie schön festlich klingt doch ein Posaunenchor oder Kammerorchester. Auch wenn man vielleicht im restlichen Jahr eher auf andere Musikrichtungen steht, so passt klassische Musik oder Blechmusik einfach herrlich in die Vorweihnachtszeit. Hier kann man einfach mal die Augen zumachen und die Klänge auf sich wirken lassen. Keine Hektik, kein Geschubse und Gedränge. Ein paar Beispiele:

  • Am kommenden Freitag, 30. November, gibt es in der Weißenburger Karmeliterkirche gleich ein Konzerthighlight. Das Polizeiorchester des Polizeipräsidiums Mittelfranken spielt ausgesuchte Werke für einen guten Zweck. Der Eintritt ist frei, die freiwilligen Spenden gehen an die Benefizaktion „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks. Mit einem Besuch kann man gleich mehrere Dinge von der Weihnachts-To-Do-Liste abhaken: Musik genießen und etwas Gutes tun. Los geht’s um 19.30 Uhr, Karten sollte man sich vorher schon beim Kulturamt in Weißenburg sichern.
  • Am Sonntag, 2. Dezember, findet zum Ausklang des Hilpoltsteiner Weihnachtsmarktes in der Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer das traditionelle Adventskonzert statt. Das Motto „Hilpoltstein, Stadt der Sterne“ spiegelt sich in vielen Liedern und Texten wider. Das Konzert in der schönen Barockkirche gestalten viele heimische Musiker mit. Auch hier gilt: Eintritt frei, Spende erwünscht! Start ist um 17 Uhr.
  • Das Stadtorchester Roth lädt gleich zweimal hintereinander zum Weihnachtskonzert. Am Samstag, 8. Dezember um 19.30 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche in Roth und am Sonntag, 9. Dezember um 17 Uhr in der katholischen Kirche Eckersmühlen. Beide Male ist der Eintritt frei.
  • Der Kirchenchor Heideck gestaltet auch dieses Jahr am 9. Dezember ein festliches Adventskonzert. Beginn ist um 17 Uhr in der Katholischen Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer. Der Eintritt ist frei, die Kirchengemeinde freut sich jedoch über Spenden.
  • Der Gesangsverein Hilpoltstein lädt am Sonntag, 16. Dezember zum feierlichen Weihnachtskonzert. Gesungen wird in der Katholischen Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer um 17 Uhr, ein Eintrittsgeld wird nicht erhoben.
  • Ebenfalls am Sonntag, 16. Dezember gibt es ein Adventskonzert in der Evangelischen Kirche St. Andreas in Wassermungenau. Örtliche Chöre und Musiker präsentieren weihnachtliche Stücke ab 19 Uhr.
  • Am Samstag, 22. Dezember, konzertiert die Stadtkapelle Spalt zur Einstimmung auf die bevorstehenden Feiertage. Veranstaltungsort ist die Aula der Spalatin-Schule Spalt, gespielt wird ab 19.30 Uhr.
  • Ebenfalls am Samstag, 22. Dezember, singt der Gesangsverein Liederkranz die schönsten Weihnachtslieder in der Katholischen Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Allersberg. Los geht’s um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro.
  • Am Sonntag, 23. Dezember wird in der Kirche St. Emmeran in Spalt gesungen. Der Liederkranz Spalt präsentiert festliche und besinnliche Weihnachtslieder in beschaulichem Rahmen ab 16 Uhr.
  • Ebenfalls am Sonntag, 23. Dezember bringt das Blasorchester Georgensgmünd sein Weihnachtskonzert zur Aufführung. Beginn ist um 18.30 Uhr in der Katholischen Kirche St. Wunibald, der Eintritt ist frei.
  • Und schließlich nochmal am Sonntag, 23. Dezember: Hier tun sich alle Chöre aus Wald am Altmühlsee zu einem gemeinsamen Konzert zusammen. Kulisse ist die hübsche Markgrafenkirche St. Martin und Ägidius in Wald, los geht’s um 19 Uhr.
  • Und schließlich noch mittendrin in den Feiertagen, nämlich am Mittwoch, 26. Dezember, findet das Weihnachtskonzert im Wolframs-Eschenbacher Liebfrauenmünster statt. Der Chor und die Instrumentalmusik spielen Weihnachtsmusik aus verschiedenen Epochen und zaubern dadurch eine festliche Atmosphäre. Beginn ist um 16 Uhr, der Eintritt ist frei. Spenden sind gern gesehen.

Viele weitere Konzerte, Weihnachtsveranstaltungen und Wintertermine gibt es hier:


 

 

 

 

 

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