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SSdSS: Schäufele-Test im Schlossbräustüberl Ellingen

Winter-Zeit ist wieder Schäufele-Zeit! Und deswegen ziehe ich weiter auf meiner Mission SSdSS – „Seenland sucht das Subber-Schäufele“! Zu Beginn der Testsaison Winter 2018/19 hat es mich ins Schlossbräustüberl nach Ellingen verschlagen. Und dort habe ich mich verliebt – in die bislang beste Schäufele-Soße überhaupt. Außerdem konnte das Schlossbräustüberl einen Extra-Punkt abkassieren.

Zuerst aber eine schlechte Nachricht: Schäufele gibt es im Schlossbräustüberl in Ellingen nicht immer auf der regulären Karte. Wer dort die fränkische Schweineschulter-Spezialität verspeisen will. sollte also am besten vorher anrufen. Wenn man dann Glück hat und ein Schäufele ergattert, wird man mit einem tollen Geschmackserlebnis belohnt! Aber der Reihe nach.

Größe 🍗🍗🍗🍗 (4/5)

Für meinen Geschmack hatte das Schäufele eine optimale Größe, einem g’standenen Mannsbild wäre es aber vermutlich einen Ticken zu klein. Insgesamt macht die Portion aus Schäufele, zwei ordentlichen Klößen und einer Schüssel Blaukraut aber auf jeden Fall satt.

Optik 🍗🍗🍗🍗 (4/5)

Das Auge knuspert mit! Ein wirklich hübsches Schäufele wurde uns hier aufgetischt, mit bernsteinfarbener Kruste, goldgelben Knödeln und kräftig violettem Blaukraut. Einziger Wermutstropfen: Anstatt dass die Kruste uns direkt vom Teller anlächelte, lag das Schäufele wie ein gekipptes Stück Torte auf der Seite. Das ist nicht so hübsch und birgt zudem die Gefahr, dass die Kruste in der Soße ihre Knusprigkeit verliert (was hier aber glücklicherweise nicht der Fall war).

Kruste 🍗🍗🍗🍗🍗  (5/5)

Eine herrliche Kruste, das muss man schon sagen! Von schönem Bernsteinton, mit knusprigen Bläschen, krachend, kross und würzig. Kein bisschen weich oder zäh. So muss das sein!

Fleisch 🍗🍗🍗🍗🍗 (5/5)

Am Fleisch gab es absolut nichts auszusetzen. Butterzart und geschmacklich einwandfrei. Es ließ sich mühelos vom Knochen lösen und das Pfaffenstück unterhalb des Schulterknochens war das Tüpfelchen auf dem i. Schön ist auch, dass in der Speisekarte die Lieferanten detailliert aufgelistet sind und man erfährt, dass das Fleisch von der örtlichen Metzgerei geliefert wird.

Sauce 🍗🍗🍗🍗🍗 (5/5)

Ganz ehrlich: Hier im Schlossbräustüberl habe ich die bislang beste Schäufele-Soße bekommen. Sie war einfach fanstastisch! Würzig, mit einer feinen Geschmacksnote nach Kümmel, aber gerade so, dass es nicht zu viel ist. Ob es am preisgekrönten Fürst Carl Dunkelbier liegt, das Grundlage für die Soße ist?

Kloß 🍗🍗🍗🍗🍗 (5/5)

Zwei perfekt große Klöße, goldgelb dampfend, garniert mit Semmelbröseln und Petersilie. Daran gibt es absolut nichts auszusetzen.

Salat 🍗🍗🍗 🍗 (4/5)

Das ist jetzt wirklich schwierig. Ganz klassisch gibt es bei einem fränkischen Schäufele drei Beilagen: Salat, Krautsalat oder Sauerkraut. Im Schlossbräustüberl gab es Blautkraut. Das ist eher untypisch, und daher ziehe ich einen Punkt ab. Allerdings bin ich persönlich ein großer Fan von Blaukraut und es war geschmacklich ausgezeichnet. Außerdem kann man auf Anfrage auch einen Beilagensalat bekommen und an dem gab es nichts auszusetzen. Knackig frisch und abwechslungsreich mit hausgemachtem Dressing.

Service 🍗🍗🍗🍗🍗 (5/5)

Im Schlossbräustüberl merkt man, dass Profis am Werk sind. Der Service ist aufmerksam und flott. Zur Begrüßung gibt es für jeden Gast eine Kostprobe von einer der Fürst Carl Bierspezialitäten. Bei unserem Besuch gab es nichts auszusetzen!

Ambiente und Umgebung 🍗🍗🍗🍗🍗 (5/5)

Schon wieder volle Punktzahl! Aber bei Ambiente und Umgebung kann man dem Schlossbräustüberl auch schlecht einen Punkt streitig machen. Das barocke Schloss ist direkt nebenan und schafft eine beeindruckende Kulisse – vor allem im Sommer, wenn man im Biergarten unter den riesigen alten Kastanien sitzen kann. Aber auch der Gastraum des Bräustüberls ist authentisch, gemütlich und urig.

Preis/Leistung 🍗🍗🍗 (3/5)

Beim Preis-Leistungsverhältnis dieser Schweineschulter tu ich mich schwer. Mit 12,90 Euro war es bislang das teuerste Schäufele im Test. Andererseits bin ich generell der Meinung, dass Fleischgerichte viel zu günstig sind. 12,90 Euro sollte einem Gast ein gutes Stück Fleisch allemal wert sein. Dennoch: Verglichen mit den anderen Schäufele-Gerichten im Test war dieses hier nunmal am teuersten, weshalb es Punktabzug gibt.

Extra-Punkt für die Fürst-Carl-Bierspezialitäten 🍗  (1/1)

Bis jetzt konnte ich noch nicht oft einen Extra-Punkt bei SSdSS vergeben. Diesen Bonuspunkt gibt es für Angebote oder Besonderheiten, die das Schäufele-Erlebnis einzigartig machen. In Ellingen hat man den großen Vorteil, dass die Fürst-Carl-Biere direkt aus der benachbarten Brauerei kommen. Und hier hat sich in jüngster Zeit einiges getan: Es gibt leckere Craft-Biere wie das Belle Saison oder Franken Ale und man hat verstanden, die Themen Bier und Genuss miteinander zu verbinden. So gibt es etwa zu jedem Gericht in der Speisekarte eine ausgesuchte Bier-Empfehlung.


Das Ergebnis

Gesamtpunktzahl: 46 Schäufele (max. 51)

Note: Zieht euch warm an, Schäufele im Seenland! Dieser Kandidat hat das Zeug zum Subber-Star!


Schlossbräutstüberl Ellingen

Schlossstraße 6
91792 Ellingen

Telefon: +49 (0)9141 70 340
E-Mail: braeustueberl@fuerst-carl.de

Internet: www.fuerst-carl.de

Öffnungszeiten: Dienstag: 17.00 Uhr – 22.00 Uhr, Mittwoch bis Sonntag: 11.00 Uhr – 22.00 Uhr


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