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Biergartentest Restaurant „Zum Hochreiter“ in Enderndorf

Wunderschön. Herrlich regional. Sau lecker. Super freundlich. Toller Service. Eigentlich soll man sich das Fazit immer für den Schluss aufheben – aber wir sind restlos begeistert und wollen das gleich mal rauspusten. Unser Biergartentest hat uns diesmal zum Gasthaus-Restaurant-Café „Zum Hochreiter“ nach Enderndorf an den Großen Brombachsee geführt.

Der „Hochreiter“ ist eine echte Institution im Fränkischen Seenland. Bereits seit 35 Jahren thront das wunderschöne Sandsteinhaus als Gasthaus in direkter Seenähe. Der familiengeführte Betrieb von Familie Amende hat sich immer weiterentwickelt – baulich wie auch kulinarisch. 

Ambiente

Der Biergarten besticht allein schon durch seine wunderbare Lage. 100 Meter vom Großen Brombachsee entfernt geht es auf der Terrasse deutlich ruhiger zu als direkt am Strand. Trotzdem ist die Entfernung so gering, dass wir den See und den Blick darauf einfach genießen können. 

Ein Teil der Sonnenterrasse wurde mit Glas überdacht und sorgt dafür, dass man selbst bei schlechterem Wetter noch gemütlich draußen sitzen kann. Wir entscheiden uns für einen der großen massiven Holztische unterm Glasdach. Diese unterstreichen den urigen Charakter nochmals und sorgen für eine extra Portion Wohlfühlfaktor. 

Da wir heute mal ohne unsere zwei Mädels unterwegs sind, lassen wir den Blick schweifen und bewundern dabei auch den traumhaft angelegten Garten mit kleinem Teich. Herrlich.

Service

Da gibt es von uns ein ganz dickes „Daumen nach oben“. Unsere Bedienung ist ehrlich freundlich, berät toll über die umfangreiche Speisekarte, geht auf Nachfragen ein und ist echt auf Zack. Auch der Umgang im Team untereinander wirkt sehr harmonisch auf die Gäste. 

Die Wartezeiten sind moderat und der Abstand zwischen Vorspeise und Hauptgang hat das perfekte Timing. Allerdings muss man dazu sagen, wir sind unter der Woche gegen 14 Uhr da und es ist nicht viel los. Wie es zu Stoßzeiten ist, können wir also nicht beurteilen.


In diesem Zusammenhang noch ein Tipp: Solltet ihr vorhaben, zu bestimmten Hauptzeiten (vor allem Freitag/Samstag/Sonntag zwischen 12 und 14 oder 18 und 20 Uhr) zu kommen: ruft unbedingt vorher an und reserviert einen Tisch. Wir wollten mehrfach an einem Wochenende abends kommen und uns wurde jedes Mal am Telefon mitgeteilt, dass leider kein Platz mehr frei ist.


Getränke

Bei den Getränken wird, wie bei vielen Produkten im „Hochreiter“, auf Regionalität und Qualität gesetzt. Die Biere kommen aus der Stadtbrauerei Spalt, Fränkische Weine gibt es von den Gebrüdern Geiger aus Thüngersheim und Württembergische Weine aus dem Weinhaus Eberstadt. Bei den Fruchtsäften kommen die Hesselberger Direktsäfte auf den Tisch und Fränkische Obstbrände liefern ebenfalls die Gebrüder Geiger. Ergänzt wird das Ganze durch umfangreiche Kaffee-/Tee- und Milchspezialitäten.

Wir entscheiden uns – eigentlich ganz langweilig bei der Auswahl – für 2 Radler. Aber es ist erst Mittag, es ist ziemlich warm und wir haben doch ordentlich Durst. Da wäre ein guter Wein echte Verschwendung und alles mit mehr Alkohol nicht gut für den restlichen Tag. Die Radler kommen schön gekühlt, mit Schaumkrone und nicht zu süß. So, dann erst mal „Prost!“

Speisen

Hier haben wir echt die „Qual der Wahl“. Es liest sich alles so lecker. So frisch. So gut. Da wir uns nicht entscheiden können, nehmen wir als Vorspeise erst mal „Fränkische Tapas“. Das hört sich zum einen recht außergewöhnlich und spannend an, zum anderen erklärt uns die Bedienung das es verschiedene kleine „Probierhäppchen“ aus der Küche sind. 

 

Die Entscheidung wird belohnt. Wir bekommen unter anderem kalten Braten mit Rettichstreusel, gebratenen Brezenknödel und ein ganz fein abgeschmecktes Süppchen.

Bei der Hauptspeise nehmen wir eine Kombination aus dem ganz klassischen Schweinelendchen in Rahmsoße und einem extravaganten fränkischen Flammkuchen mit Pulled Schäufele, Senfsoße und Zwiebeln auf einem Malzboden. Auch hier das Fazit: Leeeecker.

Da wir euch nicht die ganze Speisekarte abtippen, aber eine Auswahl zeigen wollen: Hier mal ein paar Fotos dazu – uns läuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen:

Familienfreundlichkeit

Nachdem wir diesmal ohne die Mädels unterwegs sind, können wir die Familienfreundlichkeit nur indirekt beurteilen. Es gibt auf jeden Fall eine eigene Kinderkarte, die mit all den Klassikern auffährt, die man so erwartet: Schnitzel, Pommes, Bratwurst, Knödel/Spätzle mit Soße, Kartoffelpuffer und für ganz mutige Kinder gibt es auch buntes Gemüse mit Kartoffeln 😉

Zudem steht noch eine extra Waffel- und Eiskarte zur Verfügung. Auch eine Spielecke im Haus, Hochstühle und eine Wickelmöglichkeit werden angeboten. Zudem bieten die großen Holztische auf der Terrasse definitiv genug Platz, um auch ein bisschen Spielzeug auf den Tisch zu stellen. 

Besonderheiten

Was für uns hier besonders ins Auge sticht, ist vor allem die Regionalität und Qualität der Produkte. Es wird bei der Speisenauswahl sehr auf Saisonalität geachtet und bei den Fischgerichten keine Fische verwendet, die von Überfischung bedroht sind. Gewürzt wird mit hausgemachten Kräutersalzen. Dabei kommen die Kräuter aus dem eigenen Garten. Aromen und Zusatzstoffe werden gar nicht genommen.

Und wir finden es großartig, dass zur typisch fränkischen, doch sehr fleischlastigen Speisekarte, auch super lecker klingende vegetarische, vegane und glutenfreie Speisen auf der Karte stehen.

Preis-Leistung

Unserer Meinung nach top. Vor allem wenn man die Qualität und Zubereitung der Speisen betrachtet. Für ein ofenfrisches Schäufele, aus einer heimischen Metzgerei, mit Kümmelsoße und fränkischen Kartoffelknödeln zahlt man 14,90 Euro oder ein Paar saure Zipfel aus Spalter Bratwürsten im Zwiebel-Weinsud mit fränkischem Bauernbrot und Butter kosten 9,90 Euro. Der Cappuccino liegt bei 3,30 Euro und eine hausgemachte Waffel mit Puderzucker bei 3,50 Euro.

Unser Gesamtfazit:

Das haben wir ja eigentlich schon am Anfang verraten. Trotzdem an dieser Stelle nochmals: unbedingt hingehen (vorher an die Reservierung denken), sich verwöhnen lassen und original-saisonale fränkische Kochkunst schmecken lassen. Wir kommen auf jeden Fall wieder, dann allerdings mit unseren Mädels.


Weitere Infos findet ihr direkt auf der Homepage vom Restaurant „Zum Hochreiter“


 

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