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Alpaca Camping im Jura-Anlautertal

Diesmal darf ich euch eine ganz besondere Art von Camping vorstellen: das Alpaca Camping. Wobei so besonders ist es eigentlich gar nicht. Ganz im Gegenteil, beruft sich doch diese Art von Camping auf das ursprüngliche Übernachten mitten in der Natur. Aber der Reihe nach.

Stellplätze von privaten Anbietern

Im März 2021 gründetet vier junge Kerle aus der Würzburger Region die Buchungsplattform Alpaca Camping, die mittlerweile über 4.000 naturnahe Stellplätze bei privaten Anbietern in ganz Europa vermittelt. 

Egal ob Wohnmobil, Wohnwagen, Zelt oder Dachzelt, hier findet jeder Camper einen passenden Platz. Das Ziel von Alpaca Camping ist es, naturnahes und nachhaltiges Campen im rechtlichen Rahmen zu ermöglichen und gleichzeitig den Gastgebern etwas Gutes zu tun. Die Plattform versteht sich nicht als Konkurrenz zu herkömmlichen Campingplätzen, sondern vielmehr als Ergänzung des gesamten Camping-Angebots.

Stellplätze im Jura-Anlautertal

Seit Mai 2023 ist es nun möglich, auch im Jura-Anlautertal das Konzept von Alpaca Camping zu erleben. Auf insgesamt 10 Stellplätzen an ganz besonderen Orten können nun Campingfreunde auf ihre Kosten kommen. Initiator dafür war Hubert Beckstein, Regionalmanager und Vorsitzender des Tourismusvereins Jura-Anlautertal. 

Das Angebot richtet sich an Menschen, die bewusst Zeit in der Natur verbringen möchten und dabei auch einen respektvollen Umgang mit ihrer Umgebung pflegen, indem sie beispielsweise ihren Müll wieder mitnehmen. Die Stellplätze sind dabei bewusst idyllisch gelegen und fernab des herkömmlichen Tourismus. Und so geht das Angebot vom Thalmannsfelder Weiher über den römischen Burgus bis hin zur Steinschütt bei Kaltenbuch. 

Oberhand haben die Gemeinden

Neun der Plätze sind dabei in der Hand von den beteiligten Gemeinden Bergen, Burgsalach, Nennslingen und Ettenstatt – was durchaus seine Vorteile hat. Die Gemeinden haben damit die Oberhand der Plätze und wissen genau, wer sich wann an welchem Ort aufhält. Dies ermöglicht es ihnen, die Situation selbst zu steuern. Falls beispielsweise in der Nähe eine Baustelle oder ein Bodenbrüter ist, kann der Platz vorübergehend gesperrt werden. Dadurch haben die Gemeinden die Kontrolle und können bei Bedarf Maßnahmen ergreifen.

Bei all den Plätzen auf dem Weißenburger Jura steht die Einzigartigkeit des Erlebnisses im Vordergrund. Die Stellplätze sind so konzipiert, dass jeweils nur ein Fahrzeug Platz findet. Dadurch sollen die Camper spüren, dass sie etwas Besonderes erleben.

Wichtig dabei ist: Es ist keine zusätzliche Infrastruktur vorhanden. Das bedeutet, dass das Camperfahrzeug entsprechend autark sein muss. Zudem können je nach Zufahrtsmöglichkeiten auch bestimmte Fahrzeuggrößen oder Allradantrieb erforderlich sein. Dies ist jedoch auf dem Buchungsportal immer eindeutig hinterlegt. 

Buchungen in Echtzeit

Die Stellplatzgebühren liegen in der Region grob zwischen 15 und 25 Euro pro Nacht und sind nur für das Fahrzeug zu bezahlen. Die Anzahl oder das Alter der Personen spielt bei einer Buchung keine weitere Rolle und gebucht wird über das Alpaca Camping-Portal.

Das bietet eine benutzerfreundliche Plattform, über die Buchungen in Echtzeit vorgenommen werden können. Jeder Camper gibt seinen Namen und seine Telefonnummer an, um den Stellplatz zu reservieren. Dadurch wissen sowohl die Gemeinden als auch Alpaca Camping, wer sich wann und wo aufhält. Die Buchung erfolgt in der Regel für einen Zeitraum von mittags bis mittags – wobei es hier keine strikten Einfahrts- bzw. Ausfahrtsregeln wie auf einem Campingplatz zu beachten gibt. 


 

Wer übrigens bei der Übernachtung etwas besonderes erleben will, für den haben wir hier einen wunderschönen Tipp:

Stockbrot backen am Aussichtspunkt „Steinschütt“ zwischen Kaltenbuch und Geyern. Hier kann man sich mit Einheimischen treffen und einen wunderschönen Sommerabend in geselliger Runde verbringen. Ach ja, der Ausblick und die Sonnenuntergänge sind von dort aus unbezahlbar.


Was Beckstein und der Tourismusverein Jura-Anlautertal sich mit dem Konzept erhoffen, liegt fast schon auf der Hand. Zum einen wollen sie das Wildcamping eindämmen, zum anderen wollen sie natürlich, dass die Region für Campingtouristen attraktiver wird und schlussendlich erhoffen sie sich dadurch etwas mehr regionale Wertschöpfung: bei Bauern, Direktvermarktern, Bäcker, Metzgern und der Gastronomie. 


Weitere Informationen zu den einzelnen Stellplätzen und Buchungsmöglichkeiten findet ihr direkt unter Alpaca Camping.

Zudem gibt es auf der Seite des Jura-Anlautertals ganz viele Freizeittipps, tolle Einkaufsmöglichkeiten und Gaststättenempfehlngen.


 

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