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Ein Hoch auf die Altmühl!

Ganze sieben Seen hat das Fränkischen Seenland zu bieten, vom schnuckeligen Dennenloher See bis zum gigantischen Großen Brombachsee. Aber wieso nicht mal ein Fließgewässer vorziehen? Die Rede ist von der Altmühl, die sich einmal quer durch’s Seenland schlängelt, den Altmühlsee speißt und den „fließenden“ Übergang zur Nachbarregion Naturpark Altmühltal bildet. Und obwohl sie als „Deutschlands langsamster Fluss“ bekannt ist, hat sie jede Menge Spaß zu bieten.

227 Kilometer ist die Altmühl von ihrer Quelle bei Rothenburg bis zur Donau-Mündung bei Kehlheim lang, und etwa ein Fünftel ihres Laufs verbringt sie im Fränkischen Seenland. Überhaupt prägt die Altmühl das Bild der Region: So fließt sie etwa in Spuckweite des Gunzenhäuser Stadtzentrums vorbei, sodass sich viele Familien mit Kindern an den Auen zum Spielen und Toben treffen.

Liebesschlösser, die als Zeichen ewiger Verbundenheit zahlreiche Brücken auf der ganzen Welt zieren, finden sich auch an den Brücken der Altmühl. Und der ganze Erlebnisspielplatz in Wald ist an einem Seitenarm der Altmühl entstanden und integriert das Gewässer wunderbar in das Spielplatz-Konzept.

Und weil die gemütliche Altmühl an ihrer Wegstrecke durchs Fränkische Seenland für den Personenschiffsverkehr noch viel zu seicht und schmal ist, kann sie wunderbar für Outdoor-Sportarten genutzt werden. Hinzu kommt, dass die Altmühlauen rund um Gunzenhausen und später das Altmühltal ab Treuchtlingen einfach wahnsinnig malerisch und idyllisch sind.

Mit dem Fahrrad an den Altmühlauen entlang

Flache Wege, grüne Wiesen, lichte Wäldchen: Mit dem Fahrrad kann man die Altmühl und ihren Lauf ganz wunderbar entdecken. Die Etappen des Altmühltal-Radwegs sind auch für Familien mit Kindern geeignet, weil die Anstiege überschaubar sind und sich an der Wegstrecke viele Ortschaften mit Einkehrmöglichkeiten und ÖPNV-Anschluss befinden.

So kann man entweder eine Etappe fahren und mit dem Zug zum Ausgangspunkt zurückkehren, oder man sucht sich ein Schlafplätzchen und nimmt am nächsten Morgen eine weitere Etappe in Angriff.

Der Altmühltal-Radweg ist gut ausgeschildert, wie etwa hier in Gunzenhausen

Bootswandern auf der Altmühl (oder Stand-Up-Paddeln)

Der Klassiker auf einem Fluss ist natürlich Bootfahren. Egal ob Schlauchboot, Kajak oder Kanu: Die Altmühl eignet sich hervorragend zum Bootswandern. Verschiedene Anbieter versorgen euch mit dem passenden Equipment und bieten einen Rückhol-Service an (Liste siehe unten).

Sogar mit dem SUP-Board kann man hier entlangpaddeln, denn die Strömung ist kaum vorhanden. Nur an wenigen Stellen gibt es Wehre, die man nicht überqueren kann und wo man umsteigen muss. Und mein Blogger-Kollege Thomas von SUP Matrose mal wieder in der Gegend war, habe ich mich für die SUP-Variante entschieden.

Foto: SUP Matrose

Die beliebteste Altmühl-Tour (vor allem aufgrund der landschaftlich beeindruckenden Felsformationen entlang des Flusslaufs) geht von Solnhofen bis Dollnstein, was streng genommen ja nicht mehr im Fränkischen Seenland liegt.

Aber auch ab Gunzenhausen kann man sein Boot zu Wasser lassen und etliche Kilometer auf dem ruhigen Fluss zurücklegen. Das Vorteil dabei ist: Im Gegensatz zum bekannten Abschnitt zwischen Solnhofen und Dollnstein ist man hier fast allein unterwegs. Während im südlicheren Verlauf der Altmühl mittlerweile zahlreiche grölende Junggesellenabschiede in Kanus herumdümpeln, kann man zwischen Gunzenhausen und Treuchtlingen noch die idyllische Ruhe der Altmühlauen genießen.

Wer möchte kann natürlich auch eine mehrtägige Tour machen und vom Fränkischen Seenland aus dem Lauf der Altmühl bis ins oberbayerische Dietfurt folgen, wo sie in den Main-Donau-Kanal mündet. Seinen Schlafplatz kann man auf verschiedenen Zelt- und Campingplätzen am Flussufer aufschlagen. Eine Flusswanderkarte inkl. eingezeichneter Übernachtungsmöglichkeiten gibt es hier zum Download.


Weitere Informationen:


 

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1 Kommentar zu “Ein Hoch auf die Altmühl!”

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