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Der Seenländer – Wandern auf dem Schlaufenweg „Mönchswaldfüchse“ – Etappe 1

Diese Wanderung ist eine Reise in eine andere Zeit. Stadtmauern, alte Kirchen, wunderbare Fachwerkhäuser und eine Sommerresidenz. All das lässt sich auf der rund 40 Kilometer langen Wanderung „Mönchswaldfüchse“ entdecken,  eine Schlaufe der Paradestrecke „Der Seenländer“. Natürlich fehlt es auch nicht an herrlicher Natur. Keine Angst! Wir reißen die 40 Kilometer nicht an einem Stück runter. Vielmehr wollen wir uns Zeit lassen, um alles zu genießen, insbesondere die wunderschönen Orte an der Strecke. Deshalb teile ich die Wanderung in drei Etappen auf. Der Genuss steht an erster Stelle!

Ausgangsort für die Wanderung ist der Bahnhof Triesdorf. Bitte nicht erschrecken! Der Bahnhof selbst ist wenig attraktiv, doch Hauptsache in jede Richtung halten hier nahezu stündlich die Züge.  Um den Bahnhof herum befindet sich ein kleines Gewerbegebiet, das wir aber nach wenigen Minuten Gehzeit auch schon verlassen. Wiesen und Felder nehmen uns nun auf, der Blick Richtung Süden und Westen geht hin zu den Bergrücken des Hahnenkamms und zum Hesselberg. Über Feldwege erreichen wir nach bereits vier Kilometern Ornbau.

Die Stadtbefestigung von Ornbau

Ornbau – 1600 Einwohner, aber Stadt!

Wohlgemerkt Stadt Ornbau. Zwar leben hier nur rund 1600 Menschen, doch der kleine Ort genießt tatsächlich Stadtrechte. Die wuchtigen Befestigungsanlagen zeugen heute noch von einer äußerst abwechslungsreichen Geschichte. So wie wir sie heute sehen, wurden die Mauern vor rund 500 Jahren gebaut. Mein Tipp: Erkunden Sie die Gassen der Altstadt und statten sie der Stadtkirche einen Besuch ab. Hier verbinden sich historische und moderne Bausubstanz auf ganz besondere Weise. Das beliebteste Fotomotiv befindet sich vor dem südlichen Stadttor. Die mächtige Altmühlbrücke wurde wohl schon tausende Male geknipst, hat aber dabei an Attraktivität nie verloren. Im Gegenteil: Mit größter Würde meistert sie jedes Shooting.

Die Altmühlbrücke Ornbau

Einmal von der Altmühlbrücke Richtung Süden über die Wiese gewandert, ist auch schon einer der idyllischsten Biergärten im Fränkischen Seenland erreicht. Badestrand, Biberinsel, Biergarten  – welch großartige Kombination. Hier lässt sich bestens ausruhen, entspannen und genießen. Sie haben mein absolutes Verständnis, wenn Sie sich von diesem traumhaft schönen Ort nur schwer trennen können.

Der Badestrand von Gern bei Ornbau

Badestrand und Biberinsel bei Gern

Von Markgrafen prächtig gestaltet: Weidenbach-Triesdorf

Motivieren kann ich aber mit der nächsten Attraktion auf der ersten Etappe: Weidenbach-Triesdorf. Einst waren die Dörfer getrennt, doch heute sind sie zusammengewachsen. Prächtige, historische Bauten schmücken die Orte. Der Grund dafür liegt in der Markgrafenzeit. Triesdorf wurde vor rund 400 Jahren an den Ansbacher Markgrafen Georg Friedrich I., den berüchtigten „Wilden Markgrafen“ verkauft. Sein Vorhaben: Triesdorf soll Sommerresidenz werden. Doch die Bauernhöfe störten. Deshalb wurden die Bauern mal eben ins benachbarte Weidenbach umgesiedelt. Mit der Zeit wandelte sich das Bild. Statt Misthaufen und Stall gab es nun hochherrschaftliche Bauten. Besonders prächtig ist das Weiße Schloss.

Triesdorf – Das weiße Schloss

Und damit die adeligen Herrschaften ungestört ihrem Treiben nachgehen konnten, wurde Triesdorf mit einer mächtigen Backsteinmauer umringt. Teile davon stehen noch. Die Adligen bauten Triesdorf über die Jahrzehnte zu einem Zentrum für Landwirtschaft und Tierzucht aus. Heute studieren hier Frauen und Männer aus der ganzen Welt an. Die verschiedenen Zweige der als „Landwirtschaftsschule“  bekannten Einrichtung genießen heute national und international höchstes Ansehen.  Modernste Lehrgebäude stehen neben den historischen Bauten. Das macht den Reiz von Triesdorf aus. Sehenswert in Weidenbach ist die wunderschöne Hofkirche.

Weidenbach: Hofkirche

Weidenbach: Hofkirche

Nehmen Sie sich die Zeit und streifen Sie durch die beiden Orte. Zeitweise werden Sie sich in die Epoche der Markgrafen versetzt fühlen. Genießen Sie an einem der Weiher in Triesdorf eine kleine Rast und wandern dann durch einen Wald zurück an den Bahnhof Triesdorf oder nutzen eine der Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort. Etappe 1 endet nach rund 15 Kilometern . Die heimische Gastronomie stärkt uns dann für Etappe 2. Hier erwartet uns die Minnesängerstadt Wolframs-Eschenbach.

Die prächtige Allee zwischen Triesdorf und dem Bahnhof Triesdorf


 

 

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