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Ein Tag in Windsbach – Familientauglich mit viel Wasserspaß

Im Fränkischen Seenland gibt es nicht nur tolle Strände an den Seen sondern auch viele interessante, historische Städte und Gemeinden. Die Stadt Windsbach ist eine davon. Ganz im Norden des Fränkischen Seelands liegt es eingebettet zwischen Abenberg, Wolframs-Eschenbach und Neundettelsau. Aber keine Angst, auf eine Abkühlung müsst ihr trotzdem nicht verzichten. Hier ist mein perfekter Tag in Windsbach, und gleich schon mal vorweg was euch alles dort erwartet:


Highlights für Kinder

  • Erobern und erforschen des alten Wachturms
  • Eispause in der Altstadt
  • Großer Wasserspielplatz am Fluss mit Motorikpark
  • Waldstrandbad mit Piratenschiff und Sandstrand
  • Übernachtungsabenteuer am Wohnmobilstellplatz

Erstmal eine kleine Stärkung

Wir starten am Morgen natürlich mit Kaffee und frischem Gebäck! Deshalb empfehle ich euch euer Auto am Parkplatz in der Straße „Am Stadtgraben“ abzustellen, dann müsst ihr nämlich nur einmal durch das Obere Tor in der Stadtmauer gehen und findet gleich in der Hauptstraße die Bäckerei Beisser. Dort wird noch nach altem Handwerk gebacken – probiert unbedingt mal ein fränkisches Milchweggla oder die leckeren Buchteln!

Solltet ihr jedoch mit einem E-Bike oder E-Auto anreißen, empfiehlt sich der Parkpkatz in der „Ansbacher Straße“, dort gibt es eine Elektro-Ladestation (und einen Wohnmobilstellplatz, doch dazu weiter unten mehr). 

Spaziergang durch die Altstadt

Mit einem Cappucino in der Hand durch unbekannte Gassen zu schlendern fühlt sich immer gleich nach Urlaub an. Da dürfen dann auch ruhig die Kinder hinterhertrödeln, Mutti ist jetzt im Genießermodus.

Einen übersichtlichen Rundgang durch die Windsbacher Altstadt erhält man, wenn man am Oberen Tor in die Kolbenstraße einbiegt und von hier aus runter Richtung Fluss läuft. Dort gelangt man direkt zur wunderschönen 1790 erbauten Markgrafenbrücke. Hier ist ein schöner schattiger Platz zum Pause machen und alte Geschichten erzählen, denn einer alten Legende nach haben die Windsbacher den Bau dieser Brücke einem gewitzten kleinen Hirtenjungen zu verdanken.
Hier kannst du dir die Legende zum vorlesen ausdrucken.

 


Interessantes über die Stadt Windsbach

  • Der Fränkische WasserRadweg führt einmal durch die Stadt hindurch
  • Der hier beheimatete Windsbacher Knabenchor ist weit über die Grenzen hinweg bekannt.
  • Im Stadtturm wohnte 1934 noch ein Stadttürmer welcher am Abend den Wachdienst ausführte und das Horn blies.
  • Es gibt einen Bahnhof. Regionalbahn R71 im Halbstundentakt: Wicklesgreuth-Petersaurach-Neuendettelsau-Windsbach.

Historische Gebäude

Zurück Richtung Hauptstraße lohnt sich ein Abstecher zur barocken Stadtkirche St. Margareta, dem historischen Rentamt und dem Rathausgebäude. Die Kirche wurde im Laufe der Jahrhunderte oft verändert. Früher umschloss sogar ein Kirchhof das Gebäude, doch dort wo früher die Mauer stand, befinden sich heute nun ringförmig um die Kirche angeordnete Häuser. 

 

Doch bevor die Motivation der Kinder nun vor lauter Geschichte nachlässt ist es an der Zeit für ein erstes echtes Highlight. Wir besteigen den historischen Stadtturm!

Abenteuerlicher Aufstieg mit Panoramablick

Die geheimnisvolle Pforte zu den engen 98 Holztreppenstufen (der Sohn hat sie gezählt) öffnet uns Laura Ell. Sie ist zuständig für Tourismus und Öffentlichkeitsarbeiten bei der Stadt Windsbach und gibt uns eine kleine Führung durch den Turm. Auf halber Strecke Richtung Dachgeschoss kommen wir vorbei an einer winzigen Stube mit Bett, Spinnrad und Waschschüssel. Kaum vorstellbar, dass hier einmal eine ganze Familie oben im Turm gelebt hat. Da überlegt man sich jeden Gang zum Einkaufen genau! 

Genauso unvorstellbar jedoch ist die Restaurierung des Turms durch die Altstadtdfreunde „Die Turmfalken“. Innerhalb von 14!! mühevollen Jahren haben sie sämtliche Materialien und Werkzeuge die engen Turmtreppen rauf und runter geschleppt, um alles originalgetreu wiederherzustellen. 

Oben angekommen erwartet uns ein mit viel Liebe zum Detail eingerichteter Raum und wir genießen eine Traumaussicht über die Stadt. Nachdem der Große sich und seine Schwester in das Gästebuch eingetragen hat, machen wir uns wieder an den Abstieg. Laura zeigt uns noch den idyllischen Burggarten hinterm Turm, in dem unter anderem auch gerne Hochzeiten gefeiert werden. Also zukünftige Bräute, es gibt dort nur wenige freie Termine im Jahr! 😉

Mit Eis gestärkt ins Museum!

Um die Kids weiter bei Laune zu halten kommt nun die Geheimwaffe schlechthin: die Eispause! Und zwar im Pizza und Eis Café Venezia gleich ein paar Schritte weiter. Auf dem Rückweg zum Auto kommt man wieder am Startpunkt des Rundgangs vorbei, dem Eingang zur Kolbenstraße, an dem beeindruckenden 300 Jahre alten Fachwerkhaus. Und das sehen wir uns noch genauer an, denn darin verbirgt sich das Heimatmuseum von Windsbach: das „Beßn Haus“. Benannt nach der letzten Bewohnerin des Hauses, der Hebamme Beß.  Herr Lechner vom Heimatverein Windsbach führt uns durch die 1992 eröffnete Ausstellung. Es gibt dort vieles zur Brauchtumsgeschichte zu entdecken, zum Beispiel die Tradition der „Dudlerssprüche“ – kreative Patendankgemälde, die man zur Konfirmation geschenkt bekommen hat.


Bitte beachten:
Normalerweise haben der Stadtturm und das Heimatmuseum immer an Marktsonntagen geöffnet. Da aber zur Zeit keine Märkte stattfinden, kann man einfach auf telefonische Nachfrage bei der Stadt Windsbach einen Besichtigungstermin ausmachen.


 

Erst Austoben, dann Entspannen

Und damit ist der informative, geschichtliche Teil des Tages beendet und es ist Zeit den Bewegungsdrang unserer Kinder ein bisschen ausleben zu lassen. Das nächste Ziel ist der große Wasserspielplatz am äußeren Stadtrand Windsbachs. Besonders toll finden die Kinder den Planschbereich beim Schwalbenbach. Staudämme bauen, Wasser schöpfen, im Wasser waten. Perfekt für einen heißen Sommertag. Auch der angrenzende Motorikpark macht eine Menge Spaß. Hier kann man balancieren, drehen und wackeln bis einem schwindelig wird. Und was besonders praktisch ist: das Waldstrandbad Windsbach ist gleich gegenüber!

Naturbad mit historischem Charme

Hier kann man den Tag entspannt ausklingen lassen. Für die ganz Kleinen gibt es einen flachen Bereich mit Sandstrand zum Buddeln. Für die größeren Kids eine Wellen- und Elefantenrutsche, Sprungturm und Beachvolleyballfeld. Ein Highlight ist eigentlich auch das Piratenschiff zum Klettern und Rutschen mitten im Wasser, jedoch ist das wegen Corona zur Zeit gesperrt. Am Imbiss kann man sich leckere Pizza und Salate holen. Wer es aber gern beim Essen etwas ruhiger haben möchte, für den gibt es gleich neben dem Waldstrandbad das Gasthaus & Pension Rezatgrund. (Sonntags ist dort Ruhetag). Man braucht für das Freibad keinen Negativtest am Eingang, man muss lediglich seine Kontaktdaten hinterlassen, das war’s.

Mehr Naturfreibäder im Fränkischen Seenland findet ihr hier.

Zu Fuß würde man mit Kindern ca. eine halbe Stunde von der Altstadt bis zum Waldstrandbad brauchen. Wenn man dafür zu müde ist, findet man am Waldstrandbad aber genügend Parkmöglichkeiten und wer vorhat eine Nacht zu bleiben: gleich nebenan gibt es einen schönen Wohnmobilstellplatz mit vielen Panoramastellplätzen. Seit Ende Mai ist dieser wieder geöffnet und da dort keine Sanitäranlagen zur Verfügung stehen ist auch kein negativer Test erforderlich. Also einfach freien Platz suchen und am Automaten bezahlen. Und dann heißt es auch schon schlafen gehen und überlegen welches Abenteuer wohl der nächste Tag bringen wird.

Wie wäre es gleich nebenan mit dem Literaturweg in Wolframs-Eschenbach mit anschließendem Essen in der Alten Vogtei. Oder einen Abstecher zur mittelalterlichen Burg Abenberg. Oder bei schlechtem Wetter in das Erlebnisbad Novamare in Neuendettelsau.


Wohnmobilstellplätze in Windsbach

  • Gebührenpflichtig am Waldstrandbad:
    6€ die Nacht / 20 Plätze / Kies

    • Kostenlos an der Fränkischen Rezat – Nähe der Markgrafenbrücke:
      3 Plätze / Teil eines Parkplatzes / Pflaster
  • Alle Stellplätze verfügen über Strom, Frischwasser und Entsorgungsmöglichkeiten

 

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