Mit dem Seenland Express einmal quer durchs Fränkische Seenland: Die Freizeitlinien rund um Altmühlsee und Brombachsee starten mit erweitertem Angebot in die Saison 2026. Mehr Fahrten, längere Abendverbindungen und neue Haltestellen machen spontane Ausflüge ohne Auto jetzt noch einfacher. Wir haben den Seenland Express ausprobiert und zeigen euch drei entspannte Touren für einen Tag zwischen Seen, Schiffen, Strand und Hopfenstadt.
Der Seenland Express startet 2026 nämlich mit noch mehr Möglichkeiten in die neue Saison. Die Busse fahren vom 1. Mai bis 1. November an Samstagen, Sonn- und Feiertagen – während der bayerischen Pfingst- und Sommerferien sogar täglich. Neu ist in diesem Jahr vor allem der Juli: Erstmals verkehren die Freizeitlinien den kompletten Monat von Montag bis Sonntag. Dazu kommen zusätzliche Haltestellen, längere Fahrzeiten bis in die Abendstunden und ein nochmals erweitertes Angebot rund um Altmühlsee und Brombachsee.

Das Konzept dahinter funktioniert inzwischen richtig gut. Was 2015 mit rund 500 Fahrgästen begann, nutzen mittlerweile über 5000 Menschen pro Saison. Kein Wunder: Der Seenland Express verbindet nicht nur Seezentren und Schiffsanleger, sondern macht das Fränkische Seenland auch viel entspannter erlebbar. Auto stehen lassen, Fahrrad mitnehmen, spontan aussteigen, wieder einsteigen — genau so fühlt sich Sommerurlaub eigentlich an.
Die Seenland.Card
Besonders praktisch: Mit der Seenland.Card fahrt ihr kostenlos, ansonsten gelten die normalen VGN-Tarife oder das Deutschlandticket. Fahrräder und E-Bikes können ebenfalls mitgenommen werden. Um euch zu zeigen, wie entspannt das Ganze wirklich ist, haben wir hier mal drei Touren zusammengestellt, die ihr wunderbar mit den Seenland Express ausprobieren könnt.
Drei entspannte Touren mit dem Seenland Express
1. Strandtag ohne Parkplatzsuche: Gunzenhausen – Wald – Muhr am See
Du startest morgens ganz entspannt am Bahnhof Gunzenhausen (8.45 Uhr). Die Linie 689 umrundet den Altmühlsee mehrfach täglich und bringt dich direkt zu verschiedenen Seezentren und Badeplätzen.
Unser Tipp: Erst mal an der Haltestelle Wald Seezentrum aussteigen (09.14 Uhr), dort gemütlich ans Wasser, die Ruhe am Morgen genießen oder entspannt frühstücken. Danach fahrt ihr weiter nach Muhr am See (11.55 Uhr). Dort könnt ihr den Nachmittag zum Beispiel an der Vogelinsel verbringen. Um 16 Uhr nehmt ihr dann den Bus und fahrt 5 Haltestellen bis Schlungenhof Seezentrum. Dort genießt ihr noch einen Kaffee und die letzten Sonnenstrahlen bevor euch der Buss um 18.24 Uhr wieder zurück zum Bahnhof bringt.
2. Familientour mit Bahn, Schiff, Bus und Sommerrodelbahn
Diese Tour funktioniert 2026 fast wie ein kleines Hop-on-Hop-off-Abenteuer durchs Seenland und ist ein echter Tipp für Familien mit Kindern.
Du kommst in Pleinfeld mit dem Zug an. Dann nimmst du am Bahnhof um 10.18 Uhr die Linie 699 und fährst erst mal nach Enderndorf zum Seeufer (10.52 Uhr). Hier kannst du am Strand den wundervollen Mühlenspielplatz testen, lecker bei Sand & Sofa Mittag essen (die Pizza ist sehr zu empfehlen und kann auch als To Go auf dem Spielplatz geschlemmt werden).
Frisch gestärkt geht ihr dann zur Schiffsanlegestelle und macht um 13.10 Uhr mit der MS Brombachsee los nach Pleinfeld/Wald (Ankunft: 13.50 Uhr. Hier habt ihr rund 1,5 Std. um den Strand in Pleinfeld zu erkunden. Extra Tipp: Geht auf den Steg und klettert unbedingt auf den Aussichtsturm, der Blick lohnt sich auf jeden Fall.
Im Anschluss macht ihr euch auf den Weg über den Damm Richtung Mandlesmühle. Dort steigt ihr wieder in den Bus (15.24 Uhr) und fahrt noch eine Runde Sommerrodeln in Pleinfeld (Ankunft: 15.36 Uhr).
Um 17.38 Uhr nimmt euch der Bus dann mit zum Bahnhof nach Ramsberg. Von dort könnt ihr bequem mit dem Zug wieder nach Hause fahren.
3. Altmühlsee, Pleinfeld, Spalt und Brombachsee – perfekt für Camper
Hier mal noch eine Route, wenn ihr zum Beispiel mit eurem Wohnmobil am Campingplatz Herzog seid und den Camper einfach stehen lassen wollt.
Ihr startet mit der Linie 689 um 8.48 Uhr direkt an der Haltestelle vor dem Campingplatz und fahrt erst mal gemütlich entlang des Altmühlsees Richtung Gunzenhausen.
In Gunzenhausen am Bahnhof steigt ihr um 9.30 Uhr in die Verbindung Richtung Brombachsee um. Über Langlau erreicht ihr Pleinfeld und steigt am Marktplatz aus (10.16 Uhr). Jetzt habt ihr rund zwei Stunden Zeit für ein gemütliches zweites Frühstück, einen kleinen Bummel durch das Städtchen oder (je nach Wochentag) einen Einkauf auf dem Wochenmarkt).
Um 12.26 Uhr nehmt ihr dann vom Marktplatz aus wieder den Bus. Diesmal geht es weiter Richtung Spalt (Ankunft: 12.54). Hier könnt ihr ebenso knapp zwei Stunden die schöne Altstadt genießen, im HopfenBierGut alles über den berühmten Hopfen und das Bier erfahren oder lecker Mittagessen.
Um 15.07 Uhr geht es dann zurück an den See und ihr steigt um 15.22 in Allmannsdorf aus. Dort habt ihr entweder die Möglichkeit über den Damm zu schlendern und die tolle Aussicht zu genießen oder ihr hüpft an dem super breiten Sandstrand ins Wasser und genießt einfach das Urlaubsflair.
Um 17.24 Uhr bringt euch der Bus dann so langsam zurück. Über Ramsberg geht es dann mit der Abendrunde zurück an den Altmühlsee. Am Bahnhof Gunzenhausen steigt ihr in die Linie 689 um (18.20 Uhr). Diese bringt euch in drei Minuten direkt vor euren Campingplatz und ihr seid pünktlich zum Sonnenuntergang zurück am Altmühlsee.
Unser Fazit
Natürlich braucht ein Ausflug mit dem Seenland Express ein bisschen Planung — gerade wenn man verschiedene Seen, Schiffe oder Freizeitangebote miteinander verbinden möchte. Genau dafür sind die Freizeitlinien inzwischen aber deutlich besser aufgestellt als noch vor ein paar Jahren. Die Busse fahren häufiger, die Anschlüsse funktionieren besser und viele touristische Ziele werden direkt angefahren — vom Seezentrum über Campingplätze bis hin zu Schiffsanlegern und Freizeitangeboten. Wer sich vorher kurz den Fahrplan anschaut, kann das Fränkische Seenland damit inzwischen erstaunlich entspannt und flexibel entdecken.
Weitere Informationen, die kompletten Fahrpläne und Infos zu den Fahrpreisen findet ihr direkt hier.
